Messer, Macheten, Beile: Ein Stand beim beliebten Laternenfest in Halle (Saale) sorgt für Diskussionen. Eigentlich positioniert die Stadt das Traditionsfest als familienfreundlich. An den Eingängen wurden eigens Taschenkontrollen durchgeführt, um gefährliche Gegenstände und Glasflaschen konsequent aussortieren zu lassen. Doch ausgerechnet im Mittelalterdorf auf der Ziegelwiese, unweit der Fontäne, bot ein Stand Artikel an, die so gar nicht zur friedlichen Ausrichtung des Festes passen wollten.

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Am Freitagmittag wurde auch die Stadtverwaltung auf das Angebot aufmerksam. Der Verkauf dieser Gegenstände sei daraufhin sofort und im Einvernehmen mit dem Anbieter untersagt worden. „Nachkontrollen erfolgten – ohne Befund“, erklärte ein Stadtsprecher.

Auf Nachfrage konkretisiert die Stadt das Vorgehen: „Die Stücke wurden daraufhin vor Zugriffen gesichert (sichtbar verschlossen) und lediglich präsentiert.“ Ein Verkauf habe nicht stattgefunden. „Es war nie das Ziel der Stadt, den Stand komplett mit allen Bestandteilen des Sortiments zu schließen.“

Kritik von Besuchern trotz Verkaufsstopp

Die Konsequenz: Die Verkaufshütte mit dem obskuren Angebot verblieb weiterhin auf dem Familienfest. Messer und Hiebwaffen konnten zwar nicht mehr direkt vor Ort erworben werden, blieben für die Festgäste jedoch weiterhin klar sichtbar ausgestellt. Bei zahlreichen Besucherinnen und Besuchern mit Kindern stieß diese Kompromisslösung auf Unverständnis.

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Immerhin zieht die Stadtverwaltung nun Konsequenzen für die kommenden Jahre, um ähnliche Vorfälle von vornherein zu vermeiden: Der Ausschreibungstext für die Standbetreiber soll künftig präzisiert werden.

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