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Hattingen (NRW) – Schockfund beim Spaziergang. Ein Mann entdeckte am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr eine blutende Person in einer Einfahrt an der Breddestraße in Hattingen. Nach BILD-Informationen steckte im Kopf des Schwerverletzten eine Axt. Stundenlang umstellte das SEK das Haus – jetzt wurde der Bruder des Opfers festgenommen.

Sofort rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot in den idyllischen Hattinger Stadtteil Niederwenigern (Nordrhein-Westfalen) aus. Auch der Rettungshubschrauber „Christoph 8“ war im Einsatz. Rettungskräfte behandelten das 61 Jahre alte Opfer zunächst vor Ort.

Das lebensgefährlich verletzte Opfer wurde per Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht

Das lebensgefährlich verletzte Opfer wurde per Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht

Foto: Justin Brosch

Opfer in Spezialklinik

Der Schwerverletzte soll am mutmaßlichen Tatort wohnen. Der Deutsche trug nach BILD-Informationen eine Arbeitshose. Er war nicht mehr ansprechbar. Derzeit besteht akute Lebensgefahr für den Mann. Mit dem Hubschrauber flogen ihn die Notärzte in eine Spezialklinik.

In der Einfahrt des Wohnhauses ist eine riesige Blutlache zu sehen

In der Einfahrt des Wohnhauses ist eine riesige Blutlache zu sehen

Foto: Justin Brosch

Wie genau es zu den dramatischen Verletzungen kam, ist derzeit völlig unklar. Es gab nach BILD-Informationen aber schnell Hinweise auf einen Tatverdächtigen – und das Motiv könnte im privaten Bereich liegen. Beamte der Polizei durchkämmten das Wohngebiet nach einem Täter, befragen mögliche Zeugen.

Polizei entdeckt mutmaßlichen Täter im Haus

Der Bereich um das Haus wurde weiträumig abgesperrt, schwer bewaffnete Beamte mit Maschinenpistolen umstellten das Haus. Auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) wurde angefordert. Denn: Niemand hatte einen möglichen Täter bei seiner Flucht beobachtet.

Tatsächlich hatte sich der Bruder des Schwerstverletzten im Nachbarhaus verschanzt. Per Lautsprecher forderte die Verhandlungsgruppe der Spezialeinheiten den Mann dazu auf, ans Fenster treten. Dann sagten sie, er wisse, dass die Polizei wegen seines Bruders da sei. Es solle herauskommen und nichts in den Händen halten. 30 Sekunden später, gegen 20.20 Uhr, sind laute Rufe der Polizei zu hören: „Hinlegen, hinlegen!“. SEK-Kräfte überwältigten den Mann, er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Staatsanwaltschaft Essen und Polizei Hagen bewerten den Angriff als versuchtes Tötungsdelikt. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Auch Beamte der Spurensicherung sind vor Ort, sammeln mögliche Beweise.