Radfahrer auf einer Glücksradtour entlang der Emscher
Die Glücksradtouren verbinden Radfahren mit Naturerlebnissen und Impulsen für Gesundheit. Foto: EGLV / Andreas Fritsche

Sie verbinden Bewegung, Natur und Entdeckungen: Die Glücksradtouren 2026 führen auf verschiedenen Strecken entlang der Emscher und ihrer Nebenläufe durch das Ruhrgebiet.

Gladbeck – 31.08.2026 – Das Angebot von Emschergenossenschaft und KNAPPSCHAFT gehört zur Kooperation „Gesund an der Emscher!“. Die Touren verbinden Radfahren mit Übungen und Impulsen rund um ein gesundes Leben. Einige der Strecken führen auch durch das Umfeld von Gladbeck und den Kreis Recklinghausen.

>>> Den NGZ-Newsletter: hier gratis abonnieren | Folgen Sie uns auch auf Facebook und auf Instagram |
Hier erhalten Sie alle Nachrichten sofort im WhatsApp-Kanal | Unsere: Polizei- und Feuerwehrartikel <<<

Sieben Touren führen durch die Emscher-Region

Die Glücksradtouren führen zwischen Holzwickede und Dinslaken durch unterschiedliche Landschaften des Ruhrgebiets. Auf dem Programm stehen unter anderem Natur, Kunst, Kultur und die Geschichte des Emscher-Umbaus.

Die Emschergenossenschaft beschreibt die Touren als angenehm fahrbare und abwechslungsreiche Routen. Dazu kommen Anregungen etwa zur achtsamen Wahrnehmung, zum bewussten Genuss oder zur Dankbarkeit. Alle Strecken können auch auf eigene Faust gefahren werden und stehen digital über Komoot, Outdooractive und AllTrails zur Verfügung.

Insgesamt gibt es sieben verschiedene Routen. Sie führen durch Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Castrop-Rauxel, Duisburg, Dinslaken, Dortmund, Holzwickede, Herne und Recklinghausen.

Eine Tour führt nach Herne und Recklinghausen

Für Leserinnen und Leser aus Gladbeck besonders interessant ist die sechste Glücksradtour. Sie trägt den Titel „Bruch- & Bergeland“ und führt durch Herne und Recklinghausen.

Auf der Strecke geht es um die Veränderungen, die das Emschertal in den vergangenen 200 Jahren geprägt haben. Bergehalden, Bergsenkungen, alte Industriestandorte und neue Landschaften gehören ebenso dazu wie die Renaturierung der Emscher.

Zu den Stationen zählen unter anderem Schloss Strünkede, das Naturschutzgebiet Resser Wäldchen, der Ewaldsee im Emscherbruch und der Landschaftspark Hoheward. Auch der neue Verlauf des Ostbachs gehört zur Tour.

Die Tour verbindet diese Orte mit Übungen zur Achtsamkeit und zur persönlichen Wahrnehmung. Die Teilnehmer sollen sich dabei unter anderem mit eigenen Erfahrungen, Veränderungen und Orten beschäftigen, die ihnen guttun.

Auch Bottrop liegt auf einer Glücksradtour

Die siebte Tour führt durch Bottrop und trägt den Titel „Wandelwege“. Im Mittelpunkt stehen der Wandel der Region sowie die Renaturierung von Hahnenbach und Boye.

Gerade die Boye ist auch für Gladbeck ein interessantes Ziel. Der Emscher-Nebenlauf wurde auf den Stadtgebieten von Gladbeck, Bottrop und Essen naturnah umgestaltet. Parallel entstanden neue Fuß- und Radwege.

Die NGZ berichtete bereits über die Revitalisierung der Boye zwischen Essen und Gladbeck. Auch die neue Rad- und Fußwege-Infrastruktur an der Boye wurde ausführlich vorgestellt.

Entlang der Boye gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, die Veränderungen mit dem Fahrrad zu erkunden. Die NGZ hat zudem über das erste Kunstwerk an der renaturierten Boye in Gladbeck berichtet.

Natur, Kunst und Kultur auf 30 Kilometern

Die erste Glücksradtour führt durch Oberhausen, Bottrop und Essen. Die rund 30 Kilometer lange Strecke zeigt, wie unterschiedlich die Landschaft entlang der Emscher sein kann.

Die Route führt unter anderem am Emscher-Altarm im Kaisergarten, durch die Neue Mitte Oberhausen und zum BernePark in Bottrop-Ebel. Auch der Pausmühlenbach, der Läppkes Mühlenbach und die Brückenskulptur „Slinky springs to Fame“ liegen an der Strecke.

Wer möchte, kann die Tour um einen Abstecher zur Kläranlage Bottrop und zum Essener Hafen erweitern. Die Strecke verbindet damit Naturerlebnisse mit Industriekultur, Kunst und Einblicken in den Wandel der Emscher-Region.

Termine der Glücksradtouren 2026

Für 2026 sind insgesamt mehrere geführte Termine vorgesehen. Die ersten Touren fanden im Mai statt: Am 16. Mai ging es nach Gelsenkirchen, am 17. Mai nach Bottrop. Am 31. Mai stand Duisburg auf dem Programm, am 27. Juni Dortmund.

Weitere Termine sind für den 19. September in Dortmund und den 20. September in Castrop-Rauxel vorgesehen. Für die beiden Touren in 2 Wochen gibt es noch einige wenige freie Plätze. Sie können bei radundsinn.de kostenfrei gebucht werden

Die geführten Touren starten jeweils um 10 Uhr. Die genauen Startorte werden den Angemeldeten eine Woche vor der jeweiligen Tour mitgeteilt. Sie liegen laut Veranstalter jeweils in der Nähe eines Bahnhofs.

Eigenes Fahrrad, Helm und Verpflegung

Wer an einer geführten Glücksradtour teilnimmt, muss sein Fahrrad selbst mitbringen. Auch Helm, passende Kleidung sowie Getränke und Verpflegung gehören zur Ausrüstung. Eine gemeinsame Einkehr ist nicht vorgesehen, dafür gibt es unterwegs Pausen.

Auch ein Leihrad ist möglich. Wichtig ist laut Veranstalter, dass das Fahrrad für die gesamte Strecke von rund 30 Kilometern geeignet ist. Als mögliche Anbieter nennt Rad & Sinn unter anderem Metropolradruhr und lokale Leihrad-Anbieter.

Die Touren finden grundsätzlich auch bei wechselhaftem Wetter statt. Bei angekündigtem Dauerregen oder Sturm kann eine Tour verschoben werden. In diesem Fall sollen die Angemeldeten vorab per E-Mail informiert werden.

Wer die Strecken unabhängig von den geführten Terminen fahren möchte, kann die digitalen Routen nutzen. Damit bieten die Glücksradtouren 2026 auch Radfahrerinnen und Radfahrern aus Gladbeck die Möglichkeit, die Emscher-Region auf eigene Faust neu zu entdecken.

Zur Startseite