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Am Sonntag saß er beim missratenen Bundesliga-Start (1:4 in Freiburg) noch 90 Minuten auf der Werder-Bank, jetzt ist Samuel Mbangula (22) in Bremen vorerst Geschichte. Am Abend hat sich Werder mit Italien-Erstligist Bologna auf eine Leihe (plus Kaufoption) für ein Jahr verständigt. Dienstag wird er in Italien seinen Medizincheck absolvieren. Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano kassiert Werder 2 Mio. Euro Leihgebühr. Ziehen die Italiener die Kaufoption, würden weitere 12,5 Mio. Euro fällig.
Womöglich endet damit ein 10 Millionen Euro teures Missverständnis. Für diese Ablöse, die zweithöchste (!) der Werder-Geschichte, wurde der Belgier im vergangenen Sommer von Juventus Turin verpflichtet. In 26 Spielen kam der Offensivmann auf drei Tore, deutete dabei aber allenfalls seine Qualitäten an und war im Saisonendspurt überhaupt kein Faktor mehr.
Werder-Flop macht die Bologna-Biege
Ein Wechsel, der noch vor wenigen Tagen abwegig erschien. Schließlich hatte der stets gelangweilt wirkende Mbangula endlich Frau und Kind an die Weser befördert, um in seiner zweiten Saison endlich durchzustarten. Gerade er sollte die Kreativ-Lücke nach dem Abgang von Romano Schmid (Frosinone) schließen.
Doch der unterirdische Auftritt im Pokal gegen Lüneburg mit Auswechslung zur Pause und berechtigter Kritik von Trainer Daniel Thioune samt Nachhilfestunde dürften die ohnehin geringe Lust auf Werder endgültig geraubt haben. Denn dann ging alles ganz schnell.
Jetzt sein Neu-Start in Bologna. Dort soll er Jonathan Rowe beerben, der vor einem Wechsel zu Atalanta Bergamo steht. Für Mbangula ist es die Chance, in gewohntem Umfeld zu alter Stärke zurückzufinden. Ob die Bremer noch einen direkten Ersatz verpflichten, ist offen.
Für Werder bleibt die Hoffnung, dass am Ende die Kaufoption gezogen wird und dem Verein ein großes finanzielles Debakel erspart bleibt. Ein sportliches ist es bereits.