Sie war kaum zu übersehen, wenn man über die Ostseite der Königsallee schlenderte. Viele Jahre lang, von 1995 bis zu ihrem Tod 2020, stand Angelika Tampier alias „Angela Spook“ beinahe täglich vor dem Kö-Center, um sich dort als lebendige Statue zu präsentieren. Gekleidet in Schlapphut und schwarzen Mantel, mit einem Besen und einem Raben an ihrer Seite kannten viele Menschen die freischaffende Künstlerin schlicht als „Hexe von der Kö“. Diese Rolle spielte sie allerdings in einer freundlichen Variante. Ein Lächeln bekamen nicht nur die zugeworfen, die eine Münze in die Schale legten oder eines ihrer selbstgemalten Bildchen kauften.