Nachdem am vergangenen Samstag vor dem Stadthaus in Halle (Saale) als Zeichen für den Start der „Pride Weeks“ die Regenbogenflaggen gehisst wurden, nutzte die „Bewegung Halle“ ihre traditionelle Montagsdemonstration für scharfe Gegenproteste. Ein Redner auf dem Marktplatz bezeichnete die Beflaggung vor dem Rathaus öffentlich als „Schande“.

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Im Verlauf der Kundgebung richtete sich der Unmut der Teilnehmer vor allem gegen die Bundespolitik. Die Menge skandierte im Chor die Forderung „Merz muss weg“. Der Hauptredner betonte vor den Anwesenden unter anderem scherzhaft, wie wichtig es für ihn sei, ausreichend zu trinken, damit sein Gehirn wieder richtig laufe. Mit Blick auf kommende politische Weichenstellungen wie die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt erklärte er bestimmt: „Die Altparteien haben verloren.“

Rhetorik gegen Energiewende, Medien und Ukraine

Neben der Kritik an den sogenannten „Altparteien“ bedienten die Sprecherinnen und Sprecher das gewohnte Themenfeld der Gruppierung. Unter anderem war in den Beiträgen von einer „verbrecherischen Energiewende“, angeblichem „Klimawahn“, einer „Politmafia“ sowie mutmaßlicher „Medienhetze gegen die AfD“ die Rede. Eine Rednerin warf der Bundesregierung vor, das Land gezielt zu zerstören: „Diese Regierung schafft Deutschland ab und regiert es in Grund und Boden, treibt es in den Ruin.“ Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete sie in diesem Zusammenhang als „arroganten Lügenkanzler“.

Auch der Krieg in der Ukraine nahm breiten Raum in den Reden ein. Die Bewegung, die in der Vergangenheit regelmäßig ihre Nähe zu Russlands Machthaber Wladimir Putin zum Ausdruck brachte, griff dabei auf bekannte Narrative zurück. Auf der Kundgebung war vor allem von „Faschisten in der Ukraine“ die Rede, die es zu bekämpfen gelte.

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