Bis einen Tag vor dem Deadline Day wartete Hertha BSC für diese Verkündung, doch nun ist die Leihe von Gustaf Nilsson perfekt. Der Mittelstürmer wechselt für ein Jahr von Club Brügge nach Westend und soll für die Berliner auf Torejagd gehen. Eine Kaufoption konnte sich Hertha dazu noch sichern. Am Montagnachmittag absolvierte Nilsson den Medizincheck, den er erfolgreich absolvierte. Die Unterschrift und die anschließende Bestätigung folgten danach.
„Wir hatten gute Gespräche, in denen sich schnell herausgestellt hat, dass Hertha für mich eine fantastische Option darstellt. Zuletzt ging es auch recht schnell“, wird Nilsson in einer Mitteilung des Hauptstadtklubs zitiert. Jetzt kann ich es kaum erwarten, vor den Fans im Olympiastadion aufzulaufen, dem Team zu helfen und hoffentlich viele Tore zu schießen.“
Weber: „Wir haben uns sehr lange um ihn bemüht“
Nilsson mit einer Körpergröße von 1,97 Metern bringt ein nahezu passendes Profil mit, das Hertha suchte: Kopfballstärke, Torgefahr und die Fähigkeit, Bälle gut festmachen zu können. Bislang durfte Sebastian Grönning als Neuner starten, kam auch gut in die Saison, aber bei ihm schlichen sich immer wieder Fehler ein. So vertänzelte er Großchancen zum Beispiel gegen Eintracht Braunschweig (5:3). Von Nilsson wird erwartet, dass er genau dies nicht machen wird.
„Gustaf deckt genau das Profil ab, das wir noch für den Angriff gesucht haben. Er ist groß, besitzt ein sehr gutes Kopfballspiel und ist abschlussstark. Zudem bringt er reichlich Erfahrung mit. Wir haben uns sehr lange um ihn bemüht und sind sehr froh, dass er sich dazu entschlossen hat, zu uns zu kommen“, so Sportdirektor Benjamin Weber.
Hertha-Neuzugang Nilsson kennt Deutschland bereits
Deutschland kennt der schwedische Nationalspieler (zwei Einsätze bei Weltmeisterschaft) bereits. Zwischen Januar 2021 und Sommer 2022 spielte er für Wehen Wiesbaden in der dritten Liga, absolvierte dabei 45 Pflichtspiele. Über einen kurzen Aufenthalt bei Union Saint-Gilloise kam Nilsson schließlich zu Brügge. Die erste Saison in Belgien verlief noch gut, die zweite Spielzeit aber nicht. Nicolo Tresoldi verdrängte ihn, am Ex-Hannoveraner kam er nicht mehr vorbei.
Jetzt versucht Nilsson sein Glück in Berlin. Hertha ist mit vier Siegen in vier Pflichtspielen in die Saison gestartet. Dank dem offensiveren Fußball, den Trainer Stefan Leitl während der Sommervorbereitung einstudierte, und den verbesserten Standards, befindet sich die Alte Dame in einer aussichtsreichen Position. Mit Neuzugang Nilsson soll nun für mehr Sicherheit vor dem Tor gesorgt werden.
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