Lkw der "Kampfmittelbeseitigung". Geplante Bombenräumung am 8. Februar abgesagt.

Stand: 01.09.2026 00:30 Uhr

Eine US-amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Montag in Wilhelmshaven entdeckt worden. In einem Radius von 1.000 Metern um den Fundort wird heute evakuiert.

Nach Angaben der Stadt wurde der Blindgänger bei Arbeiten im Marinearsenal gefunden. Die Evakuierung soll um 8 Uhr beginnen, gegen 11 Uhr muss die Räumung abgeschlossen sein. Betroffen seien rund 13.600 Menschen, die in der Südstadt, der Innenstadt und Heppens leben, heißt es. Auch der Busverkehr wird ab 8 Uhr eingestellt – lediglich die Schülerbeförderung finde zuvor regulär statt.

Stadt richtet Notunterkünfte ein

Eine Karte zeigt die Evakuierungszone in Wilhelmshaven am 1. September 2026 ab 8 Uhr.

In diesem Bereich befindet sich die Evakuierungszone in Wilhelmshaven.

Laut Stadt besitzt der Blindgänger gleich zwei Zünder – auch wenn es sich dabei um keine Langzeitzünder handelt, bestehe ein Restrisiko des Zündsystems. Die Stadt richtet für die Zeit ab 8 Uhr Notunterkünfte in drei Sporthallen ein – am Mühlenweg, an der Bremer Straße und am Gotthilf-Hagen-Platz.

Schulen und Kitas bleiben am Vormittag zu

An Schulen, die im Evakuierungsbereich liegen, fällt am Vormittag der Unterricht aus. Betroffen sind die Grundschule Rheinstraße und Schule an der Deichbrücke. Gleiches gelte für die Kindertagesstätten Lüttje Oog, Arche Noah, Inselviertel, Christuskindergarten und das Kinderspielhaus, teilt die Stadt weiter mit. Der Krisenstab der Stadt kümmere sich um die betroffenen Alten- und Pflegeheime und stelle sicher, dass die dort lebenden und arbeitenden Personen, wenn nötig, evakuiert werden. Dabei werden sie von den Rettungsdiensten sowie den Stadtwerke-Verkehrsbetrieben unterstützt.

Bürgertelefon eingerichtet

Die Stadt richtet unter der Telefonnummer (04421) 16 16 16 ein Bürgertelefon ein, das heute Morgen ab 6 Uhr erreichbar ist.

Ein Blindgänger auf einem Kartoffelfeld wird kontrolliert gesprengt.

Die Bombe wurde von einem Acker im Landkreis Osnabrück zum landwirtschaftlichen Betrieb gebracht – und später kontrolliert gesprengt.

Während einer Bombenevakuierung in Flensburg steht ein Wagen mit der Tür-Aufschrift Kampfmittelräumdienst am Straßenrand.

Der Blindgänger war bei Erdarbeiten entdeckt worden. Neben Mitarbeitern mussten auch mehr als 100 Anwohner das Gebiet räumen.