Er sollte gehen, jetzt ist er weg! Leon Jensen (29) wird am Deadline-Day Hertha BSC verlassen und Dienstag bei Zweitligist Arminia Bielefeld unterschreiben. Die wochenlange Vereinssuche des aussortierten Mittelfeldspielers ist beendet.
Bielefeld gewinnt den Jensen-Poker
Vor 14 Monaten kam Jensen zurück zu Hertha – mit großen Erwartungen. In diesem Sommer stand er vor der brutalen Realität: Trainer Stefan Leitl (49) machte ihm unmissverständlich klar, dass er nicht mehr mit ihm plant. Er musste sich einen neuen Klub suchen. Zunächst zeigten drei Klubs Interesse: der 1. FC Magdeburg, der VfL Osnabrück und Drittligist Rot-Weiß Essen. Einen Wechsel gab es aber nicht.
Dann stieg Arminia Bielefeld im Poker ein. Laut Bild wird der Mittelfeldspieler mit Kämpferqualitäten Dienstagmorgen den Medizincheck bei Arminia machen und danach einen Ein-Jahres-Vertrag mit Option auf Verlängerung unterschreiben.
Jensen geht ablösefrei
Hertha verzichtet auf eine Ablöse (wurde auch vergangenes Jahr nicht gezahlt, weil sein Vertrag beim Karlsruher SC ausgelaufen war). Die Blau-Weißen sollen nur eine kleine Prämie von den Ostwestfalen bekommen, wenn sie den Klassenerhalt schaffen.
Zuletzt wurde Jensen bei Hertha nicht mehr in den Profikader nominiert, stattdessen machte er noch ein Spiel bei der U23 in der Regionalliga. Spielpraxis für den neuen Klub. Das hätte er sich vor einem Jahr noch nicht denken können. Zum Saisonstart 2025 war er in den ersten sieben Spielen immer dabei, fünfmal in der Startelf.

In der Rückrunde war Leon Jensen nur auf dem Trainingsplatz. Er arbeitete an seinem Comeback bei Hertha BSC.
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Pechvogel Jensen warf eine Verletzung zurück
Anfang Oktober zog er sich im Training vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster einen Muskelfaserriss im Oberschenkel, dazu machte die Sehne im Adduktorenbereich Probleme. Sein Comeback in der Rückrunde fand nie statt.
Schon am Saisonende sah es nach Trennung aus. Jetzt will Jensen in Bielefeld durchstarten. Am 9. Spieltag Mitte Oktober gibt es die Rückkehr nach Berlin. Dann spielt Jensen mit Bielefeld im Olympiastadion gegen Hertha. Da kann er zeigen, was er wirklich noch draufhat…