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Rhöndorf. Was während der Corona-Pandemie aus der Not heraus entstand, ist längst zu einem festen Bestandteil des Rhöndorfer Kulturlebens geworden: Am vergangenen Freitag wurde auf dem Ziepchensplatz die vierte Freiluftgalerie Rhöndorf eröffnet.
Die Idee entstand 2021. Weil Ausstellungen in geschlossenen Räumen während der Pandemie nur eingeschränkt möglich waren, wurde die Kunst kurzerhand nach draußen gebracht. Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern sowie verschiedenen Rhöndorfer Organisationen entstand ein ungewöhnliches Ausstellungskonzept: Hauswände, Zäune und andere Flächen im Ort wurden zu Galeriewänden.
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die ausgewählten Kunstwerke werden großformatig auf Lkw-Planen gedruckt und anschließend an unterschiedlichen Stellen in Rhöndorf angebracht. Wer durch den Ort spaziert, kann die Ausstellung kostenlos und unabhängig von Öffnungszeiten entdecken. Viele Bewohnerinnen und Bewohner stellen dafür ihre Häuser und Grundstücke als Ausstellungsflächen zur Verfügung.
Nach „Ansichtssache“ im Jahr 2021, „Lichtmomente“ 2022 und „Lebensader“ 2024 steht die diesjährige Ausstellung unter dem Titel „Traum… Hoffnung… Frieden…?“
Die Resonanz auf die Ausschreibung war groß: Aus insgesamt 76 Bewerbungen wählte eine Jury 31 Arbeiten aus. Ergänzt wird die Ausstellung durch fünf Werke aus der Kunstwerkstatt „Der Blaue See“ von Hohenhonnef. Insgesamt sind damit 36 Kunstwerke in Rhöndorf zu sehen.
Bis zum 9. Oktober können Besucherinnen und Besucher die Arbeiten an den verschiedenen Ausstellungsorten entdecken. Danach werden sie versteigert. Der Erlös kommt dem Projekt „Netzwerk Gewaltfrei“ des Stadtjugendrings zugute.
Zum Abschluss der Vernissage sorgte der Singer-Songwriter Max Scheer für die musikalische Begleitung. Scheer ist Gewinner des im vergangenen Jahr erstmals vergebenen Bad Honnefer Kleinkunstpreises. Am Samstag tritt er beim R(h)einspaziert-Festival auf der Insel Grafenwerth auf.
