Andreas Lüdecke hatte einen festen Job als Bürokaufmann für IT. Sein Job war ok, aber eher grau. Er trug graue Anzüge, saß vor einem grauen PC. Und so richtig war sein Herz nie dabei. Heute trägt er statt Anzug nur noch Badehosen und den grauen PC hat er gegen türkise Schwimmbäder eingetauscht.
„Ich liebe das Wasser, ich liebe es, Menschen etwas beizubringen. Keine Unterrichtsstunde, kein Kurs ist gleich,“ erklärt er. Der 49 Jahre alte Essener ist seinem Traum gefolgt und wurde Schwimmlehrer. Vom Aquafitness-Kurs bis hin zum Schwimmtraining für Menschen mit Behinderung bietet er alles an.
Schwimmen macht glücklich
Rund 2500 Menschen hat Andreas Lüdecke in den letzten vier Jahren trainiert. Sie haben bei ihm das Seepferdchen, Bronze-, Silber- oder Gold- Abzeichen erlangt. „Im warmen Wasser lernt es sich leichter als im kalten. Gerade bei Kindern ist das erheblich. Nach zehn Minuten im kalten Wasser fehlt die Kraft.“
Wärmeres Wasser erleichtert Training
Wenn Andreas Erwachsenen mit Wasserängsten das Schwimmen beibringen will, dann geht das am besten zu Zeiten, in denen kein anderer das Becken nutzt. „Gerade bei Erwachsenen ist die Scham so groß, wenn sie nicht schwimmen können, dass man viel Feingefühl braucht, um ihnen die Angst zu nehmen.“
Blau statt grau
Andreas Lüdecke bereut es keinen Tag, den festen Bürojob verlassen zu haben und jetzt als selbstständiger Schwimmlehrer zu arbeiten. Er hat seine Bestimmung gefunden. Und entspanntes Blau gefällt ihm sowieso besser als tristes Grau.