Arsenals Bukayo Saka jubelt nach seinem Tor zum 1:0 für die Gunners

Stand: 31.08.2026 • 23:36 Uhr

Der Europa-League-Champion hat gegen den englischen Meister verloren: Aston Villa unterlag dem FC Arsenal knapp, aber hochverdient. Bukayo Saka mit seinem Tor zum 1:0 (59. Minute) war der Matchwinner. Arsenal bleibt damit nach zwei Siegen ohne Gegentor erster Verfolger von Manchester City, Aston Villa hingegen ist punkt- und torlos mit Tottenham Letzter.


Christian Hornung

Immer wieder mal schwenkte die Kamera auf die Tribüne. Da saß Leon Goretzka im Halbdunkel, Käppi auf, interessierter Blick auf das Geschehen ein paar Meter weiter unten. Der langjährige deutsche Nationalspieler und Bayern-Star, der ablösefrei in den Villa Park gewechselt war, stand noch nicht im Spieltagskader. Ob er den Unterschied gemacht hätte, ist hypothetisch – in Bestform hätte ihn der Klub aus Birmingham aber definitiv gebrauchten können.

Spektakel – aber nur eine Viertelstunde lang

Das Duell der beiden Taktik-Gurus und Disziplin-Fanatiker Unai Emery (Aston Villa) und MIkel Arteta (Arsenal) hatte zunächst mit einem erstaunlich offenen Schlagabtausch begonnen. Gabriel vergab in der 9. Minute nach einer Ecke die erste Chance für die Gäste. Drei Minuten später vertändelte der Ex-Düsseldorfer Christos Tzolis die Kugel gegen Boubacar Kamara, der auf Emiliano Buendía weiterleitete. Dessen Direktabnahme aus gut 20 Metern knallte an die Latte – da wäre David Raya chancenlos gewesen.

Aston Villas Ian Maatsen (l.) im Zweikampf mit Arsenals Bukayo Saka

Direkt im Gegenzug versuchte es Bukayo Saka mit einem Schlenzer in Arjen-Robben-Manier, verfehlte das Tor aber deutlich. Nach einer Viertelstunde schlief die Partie dann aber ein. Beide Teams setzten plötzlich Fehlervermeidung statt Offensivdrang auf Rang eins ihrer Prioritätenliste, bis zur Pause tat sich so gut wie gar nichts mehr.

VAR kassiert Elfmeter wieder ein

Erst zehn Minuten nach Wiederanpfiff wurde es mal wieder spektakulär. Declan Rice schickte Saka steil, der in den Strafraum eindringen wollte, dabei aber vom Ex-Dortmunder Ian Maatsen von hinten rasiert wurde. Schiedsrichter Adrian Gillett reagierte erst gar nicht, zeigte dann aber mit deutlicher Verzögerung auf den Elfmeterpunkt.

Kai Havertz schnappte sich die Kugel, doch Martin Ödegaard nahm sie ihm aus der Hand und wollte schießen – ehe sich der VAR meldete. Das Foul war zwar unstrittig, aber der Tatort warf Fragen auf – und tatsächlich hatte sich der entscheidende Kontakt Zentimeter vor der Strafraumgrenze abgespielt. Der Elfmeter wurde wieder einkassiert, den stattdessen verhängten Freistoß platzierte Ödegaard einen halben Meter rechts neben den Pfosten.

Eze und Calafiori legen für Saka auf

Eine gute Minute später durfte Ödegaard dann aber doch jubeln. Arsenal spielte einen wunderbaren Angriff über die linke Seite, Christhian Mosquera schickte Eberechi Eze steil, der auf Riccardo Calafiori weiterleitete. Der Italiener kam kurz vor der Grundlinie an die Kugel und beförderte sie artistisch zurück ins Zentrum, wo sich Keeper Zion Suzuki vergeblich streckte – Saka rauschte heran und knallte den Ball ins Netz.

Arsenals Eberechi Eze (l.) im Zweikampf mit Aston Villas Boubacar Kamara

Die Reaktion von Aston Villa ließ auf sich warten. Arsenal kontrollierte nun das Spiel im Mittelfeld, ließ Ball und Gegner laufen. Die Gastgeber versuchten immer wieder mal, ihren Stareinkauf Nicolas Jackson in Szene zu setzen. Doch der Stürmer, der in der vergangenen Saison vom FC Chelsea an Bayern München ausgeliehen war, agierte komplett glücklos. 20 Minuten vor dem Ende brachte Emery für ihn Tammy Abraham, der sorgte aber nicht für mehr Torgefahr – trotz acht Minuten Nachspielzeit.

Frust-Fouls von Aston Villa

Das Spiel war am Ende für Aston Villa so frustrierend, dass sich immer mehr üble Fouls einschlichen. Die Gastgeber konnten von Glück sagen, dass sie die Partie mit elf Mann beenden durften und es nach einem weiteren klaren Maatsen-Foul (90.+8) nicht doch noch einen Elfmeter für Arsenal gab.