Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung im Umfeld des Halleschen Hauptbahnhofs befindet sich ein 27-jähriger Mann aus Mali in Untersuchungshaft. Der Vorfall soll sich bereits am 8. August ereignet haben. Dass die Öffentlichkeit erst mit zeitlicher Verzögerung über den Fall informiert wurde, begründen die Strafverfolgungsbehörden mit ermittlungstaktischen Gründen und dem Schutz des Opfers.

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Der Tatverdächtige konnte nach Angaben der Behörden unmittelbar nach der Tat festgenommen werden. Ein Richter erließ daraufhin Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts, woraufhin der Mann direkt in eine Justizvollzugsanstalt überstellt wurde.

Polizei begründet das Ersticken von Vorabinformationen

Dass die Polizeiinspektion Halle zunächst von einer Pressemitteilung absah, erläuterte Polizeisprecherin Antje Hoppen auf Nachfrage: „Da die Umstände und die Art der sexuellen Handlungen noch Gegenstand der Ermittlungen sind und der 27-jährige, malische Beschuldigte sich seit diesem Vorfall in Untersuchungshaft befindet, wurde von einer Presseveröffentlichung abgesehen.“

Generell berichte die Polizei nur dann über laufende Verfahren, wenn die Ermittlungen dadurch nicht gefährdet werden. Im vorliegenden Fall trat dieser Grundsatz zusammen mit dem Opferschutz in den Vordergrund. „Im konkreten Fall sprachen sowohl diese vorgenannten Gründe als auch Opferschutzbelange gegen eine Veröffentlichung“, so Hoppen weiter.

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Da der Tatverdächtige lückenlos festgenommen wurde und somit keine Gefahr durch einen flüchtigen Täter für die Allgemeinheit bestand, sahen die Behörden keinen Anlass für eine Akutwarnung an die Bevölkerung. Die Ermittlungen zum genauen Hergang der Tat dauern an.

Die Staatsanwaltschaft hat sich trotz Nachfrage bislang nicht geäußert.

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