Es war ein herzerwärmender Start in den Samstag: Der Volksverein veranstaltete am 29. August zum inzwischen 15. Mal das Fest des Teilens. Getreu dem Motto „Teilen macht reich“ waren alle Besucherinnen und Besucher dazu eingeladen, etwas zum gemeinsamen Frühstück mitzubringen und an einem der liebevoll gedeckten Tische in der Citykirche Platz zu nehmen.

„Normalerweise feiern wir ja auf dem Vorplatz, aber das war uns zu unsicher mit dem Wetter“, so der Geschäftsführer des Volksvereins, Matthias Merbecks. Das Fest des Teilens wird jedes Jahr im August in Erinnerung an den 2015 verstorbenen Pfarrer Edmund „Eddi“ Erlemann und sein Wirken gefeiert. „Wir wollen hier alle gesellschaftlichen Schichten zusammenkriegen. Und da ist gemeinsames Essen das beste Mittel, denn das können wir alle gut“, sagt Merbecks lachend. Liebe gehe immerhin durch den Magen.

Was am Ende der zweistündigen Veranstaltung überbleibt, wird verteilt: „Wir packen alles in Tüten und geben es den Menschen mit“, so Merbecks. Im letzten Jahr waren es etwa 160 Menschen, die dem gemütlichen Frühstück beiwohnten. „Aber das weiß man vorher ja nie“, so Merbecks weiter. Zum zweiten Mal nahm am diesjährigen Fest des Teilens Irmgard Barwasser teil. Sie hat Brezeln zum Buffet mitgebracht. „Ich bin sehr begeistert von dem Prinzip des Teilens und dass hier alle gemischt an Tischen sitzen. Jeder spricht mit jedem und es ist einfach eine große Gemeinschaft. Hier ist niemand besser als der andere und das gibt einem ein sehr gutes Gefühl. Ich fühle mich hier wirklich rundum wohl“, resümiert sie.

Wie wertvoll das Fest insbesondere für Alleinstehende ist, weiß Ilona Lange. „Wenn man sich traut, am Anfang vielleicht auch mal allein rauszugehen, dann ist das eine tolle Gelegenheit, Menschen kennenzulernen und wieder Teil einer Gemeinschaft zu sein. Ein Bekannter hat mal zu mir gesagt `Niemand kommt dich zuhause abholen, du musst selbst losgehen`.“

Das Fest des Teilens bietet hierfür nicht nur eine schöne und geschützte, sondern auch eine wirklich leckere Möglichkeit: Brötchen, Platten mit Aufschnitt und Käse, Obst, Gemüse und Kaffee erwarteten die hungrigen Besucher. Dazu gab es ein Rahmenprogramm, das sich ebenfalls sehen lassen konnte: Bei Live-Musik konnte man sich bei einer Mitmach-Aktion kreativ auslassen und Geschirr ganz individuell bemalen. „Ich freue mich schon auf einen schönen Teller, an dem ich mich nachher mal künstlerisch versuchen möchte. Da schmeckt das Essen zuhause bestimmt noch mal besser! Aber jetzt wird erst einmal gut gefrühstückt“, sagt eine Besucherin, während sie am Buffet ansteht und sich mit vielen anderen Mönchengladbachern auf einen netten Vormittag freut.