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Mannheim – Diese Art der Bürgernähe stößt bei der zuständigen Stadtverwaltung so gar nicht auf Gegenliebe! Neun Menschen sollen eine Gruppensex-Party im Mannheimer Rathaus veranstaltet haben. Seit Wochen hatte Stadtrat Julien Ferrat (34) das frivole Treffen angekündigt. Nun sagt der Lokalpolitiker, es habe am Freitag tatsächlich stattgefunden. Aus einem geplanten „kommunalpolitischen Stammtisch“ sei eine „politische Swingerparty“ geworden.

Ferrat, der für die Wählervereinigung „Die Mannheimer“ im Stadtparlament sitzt und nicht zum ersten Mal für öffentliche Erregung in Mannheim (Baden-Württemberg) sorgt, zu BILD: „Anfang des Jahres hatte ich bei der Stadtverwaltung mehrere Bürgersprechstunden im Rathaus angemeldet.“ Eine davon für den Abend des 28. August 2026 in Raum 58a, der sonst als biederes Sitzungszimmer und regelmäßig als Wahllokal dient. Der Pförtner habe ihm somit arglos den Schlüssel ausgehändigt und gegen 21 Uhr dann gegen Unterschrift wieder entgegengenommen.

Eins der Fotos, mit denen der Politiker beweisen will, dass das Sextreffen im Rathaus wirklich stattgefunden hat

Eins der Fotos, mit denen der Politiker beweisen will, dass das Sextreffen im Rathaus wirklich stattgefunden hat

Foto: Privat

Angeblich 60 Minuten Sex-Orgie in Raum 58a

Im Raum habe man eine Luftmatratze aufgeblasen und eine schwarze Decke draufgelegt. Dann sei die vermeintliche Bürgersprechstunde zur Orgie ausgeartet. Eine Stunde lang will Ferrat mit vier weiteren Männern und den beiden Damen Sex gehabt haben. „Wir waren insgesamt zu neunt, zwei Damen und sieben Männer, wobei zwei der Männer leider etwas schüchtern waren und nur zugesehen haben“, so Ferrat zu t-online. „Es gab dann Handjobs, Oralverkehr und Geschlechtsverkehr.“ Dass zwei Männer nur zugeschaut hätten, sei nicht schlimm gewesen: „Fünf Männer und zwei Frauen sind ja auch schon genug, sage ich mal. Es war die schönste Veranstaltung im Rathaus, an der ich jemals teilgenommen habe. So viel Spaß hatte ich dort noch nie.“ Auf Musik und lautes Stöhnen habe man verzichtet: „Das Treffen war konspirativ und deshalb möglichst leise.“ Fotos, die BILD vorliegen, lassen darauf schließen, dass dies tatsächlich die nackte Wahrheit sein könnte.

Das Mannheimer Rathaus soll zweckentfremdet worden sein

Das Mannheimer Rathaus soll zweckentfremdet worden sein

Foto: Getty Images/iStockphoto

So reagiert die Stadt

„Die Stadtverwaltung hat Herrn Stadtrat Ferrat ausdrücklich schriftlich darüber informiert, dass der für seine Tätigkeit reservierte Raum nicht für Nacktveranstaltungen, Swingerpartys und Ähnliches genutzt werden darf“, so eine Stadtsprecherin auf BILD-Anfrage. Und weiter: „Die Vorkehrungen der Stadt hat Herr Ferrat demnach unterlaufen und den zur Verfügung gestellten Raum anscheinend zweckentfremdet. Damit liegt eine gröbliche Verletzung der gemeinderätlichen Treuepflicht durch Herrn Stadtrat Ferrat nahe. Die Entscheidung über die Auferlegung eines Ordnungsgeldes und Sanktionen trifft der Gemeinderat.“

Politiker Ferrat hingegen sieht die Swingerparty als „politische Protestaktion“. Er plädiert für die Errichtung eines FKK-Swinger-Paradieses in Mannheim. Seine Pläne stünden also in Zusammenhang mit seinem kommunalpolitischen Mandat.