Es ist ein beeindruckendes Bild, das SÜDKURIER-Leser Rolf Gebrande am Samstagabend in Bad Säckingen geschossen hat. Auf dem langen First des Bad Säckinger Fridolinsmünsters sitzen rund zwei Dutzend Störche in Reih‘ und Glied. „Ist das der Sammelplatz für den Flug in den Süden?“, fragt der Rolf Gebrande. Er staunt, dass die Vögel sogar noch nachts um 23 Uhr auf dem Münsterdach zusammensitzen.

Auf dem Weg ins Winterquartier

Tatsächlich ist jetzt die Zeit angebrochen, in denen sich die Störche für den Flug ins Winterquartier im Süden sammeln. Auch wenn das Klima des Sommers 2026 außergewöhnlich war, die innere Uhr der Tiere tickt zuverlässig und genau. Ende August bis Anfang September sammeln sich die Tiere, um dann Richtung Spanien oder Nordafrika zu fliegen. Manche Vögel bleiben mittlerweile aber auch am warmen Oberrheingraben.

Auch in hellen Nächten sind Störche aktiv

Ob sich die Störche vor der langen Reise noch den kirchlichen Segen im Münster geholt haben? Vermutlich ist eher das hohe Dach des Münsters, dass mit seiner guten Aussicht einen guten Treffpunkt abgibt. Dass die Tiere abends um 23 Uhr noch unterwegs sind, und noch nicht in einen Horst im Storchendorf Möhlin zurückgekehrt sind, lag wohl an der hellen Nacht durch den nicht mehr ganz vollen Mond.

Waren die Vögel vor 30 bis 50 Jahren vom Aussterben bedroht, haben sich die Bestände mittlerweile erholt. 55 Brutpaare zählte die Storchenstation Möhlin in diesem Jahr. Die meisten verabschieden sich in diesen Tagen in den Süden. Ab Februar kehren Sie zurück.

Storchenansammlung auf dem Bad Säckinger Münster.

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Storchenansammlung auf dem Bad Säckinger Münster.
Foto: Rolf Gebrande

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Storchenansammlung auf dem Bad Säckinger Münster.
Foto: Rolf Gebrande