
Deutschland: Außenminister Wadephul und Innenminister Dobrindt bei PK.
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Der misslungene Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle ist nach Angaben der deutschen Bundesregierung in russischem Auftrag verübt worden. Das erklärten Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul am Dienstag bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Berlin. Als Reaktion würden eine Reihe neuer Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt. Aus Moskau hieß es, man werde auf die „anti-russischen Maßnahmen“ Deutschlands reagieren.
Entsprechend äußerte sich die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, der Agentur Interfax zufolge. Zu den deutschen Maßnahmen zählen laut Wadephul (CDU) und Dobrindt (CSU) die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und die Einbestellung des russischen Botschafters in Berlin. Zudem werde der Vertrag für das „Russische Haus“ in Berlin gekündigt und die Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige verschärft. Die Bundesregierung gehe gegen Russland als Urheber des Angriffs vor, um weitere derartige Maßnahmen in Deutschland und Europa zu erschweren, und setze sich bei der EU für die Sanktionierung weiterer russischer Verantwortlicher ein. Die Einbestellung des Botschafters finde zudem zur Stunde statt, sagte Wadephul.