Die Sportfreunde Broekhuysen haben die nötige Portion Glück momentan gepachtet. Der Fußball-Bezirksligist ist in der Gruppe 3 mit drei knappen Siegen in die Saison gestartet – die entscheidenden Treffer fielen jeweils unmittelbar vor dem Abpfiff. Und jetzt auch noch das. Bei der Auslosung der zweiten Runde um den Niederrheinpokal hat der Verein ein Traumlos erwischt. Drittligist Rot-Weiss Essen, der sich gerade erst mit einem 2:0 gegen den Zweitligisten FC St. Pauli für die zweite Runde um den DFB-Pokal qualifiziert hat, gibt sich demnächst in Straelen die Ehre.
Die gute Nachricht macht in Windeseile die Runde
Bedanken können sich die Sportfreunde bei Emily Kowalski. Die 20-jährige Torhüterin des Frauenfußball-Landesligisten Sportfreunde Königshardt absolviert momentan ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Fußball-Verband Niederrhein und schlüpfte am Dienstagabend in die Rolle der Losfee. Sportfreunde-Trainer Sebastian Clarke erhielt die gute Nachricht in Windeseile. Einige seiner Spieler hatten die Auslosung live auf dem Instagram-Kanal des FVN verfolgt – sofort ging in der WhatsApp-Gruppe der Broekhuysener Mannschaft die Post ab.
„Dieses Spiel ist natürlich für uns und den gesamten Verein etwas ganz Besonderes. Jeder Amateurklub, der im Niederrheinpokal mitmischt, träumt natürlich davon, gegen RWE, den MSV Duisburg oder Fortuna Düsseldorf zu spielen“, so Clarke. Da die heimische Sportanlage Op den Bökel für eine Partie dieser Größenordnung nicht geeignet ist, wird das Spiel des Jahres höchstwahrscheinlich eine kurze Fahrradstrecke entfernt stattfinden. Das Stadion an der Römerstraße ist erst vor einigen Jahren fit für die Regionalliga gemacht worden. Der Sportfreunde-Vorstand wird jetzt sofort Kontakt mit der Stadt Straelen und den zuständigen Behörden aufnehmen, damit der Klub nicht in die Situation gerät, das Heimrecht tauschen zu müssen.
Das Spiel ist für Mittwoch, 23. September, 19.30 Uhr, angesetzt. Und es ist davon auszugehen, dass sich die Fußballfreunde im Kreis Kleve diesen Termin schon einmal fest vormerken können. Denn am 21. September beginnt die Länderspielpause, deshalb dürfte dann auch der Profiklub aus Essen nichts Besseres vorhaben, als in Straelen anzutreten.
SV Haldern muss eventuell das Heimrecht tauschen
Groß war die Freude am Dienstagabend auch beim rechtsrheinischen A-Ligisten SV Haldern. Die Mannschaft trifft ebenfalls am 23. September auf den Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen, der mit aller Macht zurück in den bezahlten Fußball drängt. Allerdings ist noch völlig offen, wo die Partie ausgetragen wird. Das örtliche Lindenstadion dürfte ungeeignet sein, ob das Reeser Stadion an der Ebentalstraße die Voraussetzungen bietet, wird noch geklärt werden müssen. RWO hatte schon in der ersten Runde das Heimrecht getauscht und war im Niederrheinstadion gegen den Essener Landesligisten FC Kray angetreten.