So soll das neue Quantenlabor aussehen. Visualisierung_AWB Architekten DresdenSo soll das neue Quantenlabor aussehen. Visualisierung_AWB Architekten Dresden
70 Millionen Euro teurer Neubau für Uni- und Leibniz-Forscher ist nun rohbaufertig

Dresden, 01.09.26. Um neue Quantenmaterialien, hochempfindliche Sensoren, die selbst Tarnkappen-Jäger aufspüren können, und die Codeknacker-Chips von morgen zu entwickeln, bekommen Uni- und Leibniz-Physiker in Dresden ein rund 70 Millionen Euro teures Quantenforschungszentrum. Der 8000 Quadratmeter große Komplex an der Nöthnitzer Straße ist nun rohbaufertig. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der TU Dresden und des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden hervor.

Neue Materialien, Mikroelektronik und Supersensoren im Visier

„Dieses hochkomplexe und -moderne Infrastrukturprojekt wird das neue sächsische Zentrum für Quantenmaterialien und die Erforschung völlig neuer Halbleitertechnologien“, hofft der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). „Halbleiter, Supraleiter und magnetische Materialien verändern unser Verständnis von Technologie grundlegend. Es geht um robuste Mikroelektronik, ultraschnelle und energieeffiziente Quantencomputer, innovative Lösungen zur Energiegewinnung und -speicherung oder hochempfindliche Sensoren“, betont er beim Richtfest. „Diese zukunftsweisende Forschung stärkt Sachsen als weltweit führenden Standort für Mikro- und Quantenelektronik nachhaltig.“

In den Laboren im neuen Forschungszentrum wollen universitäre und außeruniversitäre Physiker, Materialwissenschaftler, Mikroelektroniker und andere Experten gemeinsam Quantenmaterialien bis nahe an den absoluten Nullpunkt abkühlen und mit weiteren Extrembedingungen experimentieren. „Ziel ist es, Quantenmaterialien zu entwickeln, die neue grüne Energietechnologien, energiesparende Elektronik oder robuste Quantenbits ermöglichen“, heißt es dazu von TUD und IFW. „Damit wird der Neubau zu einem Ort der internationalen Quanten-Spitzenforschung.“

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: IFW, TUD