Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:18 Ukraine begrüßt deutsche Vergeltungsmaßnahmen gegen Russland +++
Die Ukraine hat die deutschen Maßnahmen gegen Russland nach dem misslungenen Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle positiv bewertet. „Ich begrüße die entschlossene Reaktion Deutschlands auf den russischen Angriff in Leipzig“, schreibt der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, auf der Plattform X. Kiew stehe in engem Austausch mit Berlin bei der Sicherung kritischer Infrastruktur vor Drohnen, einem koordinierten Vorgehen gegen die russische „Schattenflotte“ und weiteren Sanktionen gegen Russland.
+++ 23:30 Putin wirft Deutschland Beweisfälschung vor und nennt Sanktionen „schweren Fehler“ +++
Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet die deutschen Strafmaßnahmen gegen sein Land nach dem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig als „schweren Fehler“. Er wirft Deutschland vor, Beweise fingiert zu haben, um Moskau dafür verantwortlich zu machen. Mit den Vorwürfen gegen Russland versuche die Bundesregierung, von innenpolitischen Problemen und den sinkenden Umfragewerten von Bundeskanzler Friedrich Merz abzulenken, sagt Putin auf einer Pressekonferenz in Bischkek in Kirgistan.
+++ 22:43 Russischer Botschafter nennt Drohnen-Vorwürfe „absurd“ +++
Russlands Botschafter Sergej Netschajew weist die Anschuldigungen Deutschlands nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig als „absurd“ zurück. Berlin habe seine Vorwürfe nicht belegt, sie widersprächen auch dem gesunden Menschenverstand, so Netschajew laut einer Mitteilung der Botschaft. Er war zuvor ins Auswärtige Amt einbestellt worden. Die von deutscher Seite angekündigten Maßnahmen stellten „eine beispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen“ dar und würden nicht ohne Folgen bleiben, so Netschajew weiter. Allein die Bundesregierung trage dafür die Verantwortung.
+++ 22:11 Maßnahmen gegen Moskau: Deutschland ruft Nato-Rat an +++
Deutschland wird den Nato-Rat am morgigen Mittwoch mit dem gescheiterten Drohnen-Angriff auf den Leipziger Flughafen befassen. In dem Gremium, dem die Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten angehören, werde es eine Aussprache über die wachsende hybride Bedrohung durch Russland geben, erfährt dpa aus Regierungskreisen. Artikel 4 des Nato-Vertrags will die Bundesregierung aber nicht ziehen. Der sieht Beratungen der Verbündeten vor, wenn sich ein Nato-Staat für von außen gefährdet erklärt.
+++ 21:47 Leipziger Anschlagsversuch: AfD-Spitzenkandidat Siegmund fordert Diplomatie statt Sanktionen +++
Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat nach dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig Anfang August Diplomatie statt neuer Sanktionen gegen Russland gefordert. „Diplomatie. Miteinander reden“, sagt Siegmund dem Portal „The Pioneer“ am Rande einer Wahlkampfveranstaltung auf die Frage, welche Maßnahmen die Bundesregierung nun gegen Russland ergreifen solle. Es müsse gefragt werden, was der bisherige Kurs des Westens gegenüber Moskau in den vergangenen Jahren gebracht habe. Siegmund äußerte Zweifel am bisherigen Umgang der Bundesregierung mit Russland. Man schicke Geld und Waffen in die Ukraine, habe Gesprächskanäle abgebrochen und Sanktionen verhängt. „Was hat das gebracht?“ Der Punkt, an dem miteinander gesprochen werden müsse, sei „eigentlich überfällig“.
+++ 21:19 „Himmel voller Drohnen“: Selenskyj erklärt russischen Luftraum für geschlossen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat alle Fluggesellschaften vor Flügen über Russland gewarnt. „Der russische Luftraum wird vollkommen unsicher“, sagt Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine drohe dabei jedoch nicht der zivilen Luftfahrt oder einzelnen Flugzeugen. „Es wird einfach so viele Drohnen im russischen Luftraum geben, dass man dies berücksichtigen muss“, erklärt der ukrainische Staatschef. Der russische Luftraum werde „faktisch“ geschlossen. Erst vergangene Woche hatte er den Einsatz von bis zu 1000 weitreichenden Drohnen täglich angedroht.
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