Am Wochenende wird es im Braunschweiger Magniviertel wieder voll. Wer sich zum Magnifest aufmacht, sollte vor dem Losziehen allerdings noch einen kurzen Blick auf das eigene Getränk werfen. Denn ausgerechnet die klassische Glasflasche kann Besuchern am Eingang beziehungsweise bei einer Kontrolle einen Strich durch die Rechnung machen.

Die Stadt Braunschweig hat für das Magnifest erneut ein Glasbehältnisverbot erlassen. Es gilt von Freitag (4. September) um 18 Uhr durchgehend bis Sonntag (6. September) um 24 Uhr im Magniviertel.

Magnifest in Braunschweig: Glas muss draußen bleiben

Konkret bedeutet das: Außerhalb geschlossener Räume dürfen im betroffenen Bereich keine Flaschen oder anderen Behältnisse aus Glas mitgeführt oder benutzt werden. Dabei spielt es keine Rolle, was drin ist. Das Verbot betrifft alkoholische genauso wie alkoholfreie Getränke.

Polizei und Zentraler Ordnungsdienst wollen während des Magnifests mit Streifengängen kontrollieren, ob sich die Besucher an die Vorgabe halten. Wer trotzdem Glas dabeihat, muss damit rechnen, es abgeben zu müssen. Die Stadt hat in ihrer Allgemeinverfügung ausdrücklich die Wegnahme mitgeführter Glasbehältnisse bei Verstößen vorgesehen.

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Ganz ohne Ausnahmen geht es allerdings nicht. Getränkelieferanten dürfen Glasbehältnisse weiterhin mitführen. Das gilt auch für Anwohner, wenn offensichtlich ist, dass sie diese ausschließlich für den häuslichen Gebrauch mit nach Hause nehmen.

Auf dem Fest selbst müssen Besucher deshalb trotzdem nicht auf ihr Getränk verzichten. Die Getränkestände und die Außengastronomie im Magniviertel setzen wie bei früheren Festen auf Kunststoffbecher.

Deshalb greift Braunschweig beim Magnifest durch

Neu ist die Regel nicht. Bereits 2018 wurde zum Magnifest erstmals ein entsprechendes Glasverbot verhängt. Der Hintergrund ist ziemlich handfest – beziehungsweise ziemlich scharfkantig. Nach Beobachtungen von Polizei und Stadt wurden Flaschen in der Vergangenheit teilweise auf dem Boden abgestellt, fallengelassen oder bewusst zerschlagen. Bei entsprechend vielen Feiernden verwandelten sich die Hinterlassenschaften schnell in Stolperfallen und Glasscherben.

Dabei geht es laut Stadt nicht nur um mögliche Schnittverletzungen. In der Vergangenheit wurden auch Fahrzeugreifen beschädigt, darunter Reifen von Einsatzfahrzeugen. Außerdem kam es zu Körperverletzungsdelikten durch Flaschen- oder Glaswürfe. Die Erfahrungen mit dem Verbot fallen nach Angaben der Stadt positiv aus. Einsatzkräfte hätten berichtet, dass sich das Glasbehältnisverbot bei früheren Magnifesten bewährt habe.

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Und noch etwas sollten Besucher wissen, bevor es ins Magniviertel geht: Die Stadt Braunschweig weist zusätzlich auf das gesetzliche Verbot zum Führen von Waffen und Messern bei öffentlichen Veranstaltungen hin.