
Ukraine-News
Stand: 02.09.2026 09:03 Uhr

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09:02 Uhr
Putin räumt Schäden an 100 russischen Schiffen ein
Russlands Präsident Wladimir Putin hat Schäden an etwa 100 Schiffen des Landes durch ukrainische Drohnenangriffen eingeräumt. Zugleich betonte der Kremlchef, dass die Ukraine nicht in der Lage sei, Russland mit ihren Attacken kritische Schäden zuzufügen. „Ich denke, dass sie uns einen realen Schaden verursacht haben“, sagte Putin in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vor Journalisten. Es seien Menschen gestorben, Seeleute, darunter auch ausländische.
Der Gesamtschaden der Attacken liege nach vorläufigen Berechnungen bisher bei einem Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts, sagte Putin. „Das ist kein kritischer Schaden für uns. Und sie können uns auch keinen kritischen Schaden zufügen“, so Putin. (Quelle: dpa)
07:19 Uhr
Ukraine: Acht Verletzte bei russischen Angriffen auf Odessa
Russland hat nach ukrainischen Angaben erneut die Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa attackiert. Dabei seien acht Menschen verletzt worden, teilt der Leiter der Militärverwaltung der Stadt, Serhij Lyssak, auf Telegram mit. Zudem seien Infrastruktur und Wohngebäude beschädigt worden. So sei ein 24-stöckiges Hochhaus getroffen worden. Das Gebiet gilt als einer der wichtigsten Knotenpunkte für den ukrainischen Außen- und Binnenhandel. (Quelle: Reuters)
04:01 Uhr
Selenskyj warnt vor Drohnen im russischen Luftraum
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Fluggesellschaften, Versicherer und Passagiere vor zunehmenden Gefahren im russischen Luftraum gewarnt. Dort werde künftig mit Drohnen in einem Ausmaß zu rechnen sein, das berücksichtigt werden müsse. „Die sicheren Tage im russischen Luftraum sind vorbei“, erklärte Selenskyj.
Russlands Präsident Wladimir Putin wertete die Äußerung als Ankündigung von „Staatsterrorismus“ und erklärte, mit „Terroristen“ werde nicht verhandelt. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Raffinerien, Öldepots und Häfen zuletzt verstärkt. (Quelle: AFP)
03:14 Uhr
Putin spricht bei Vormarsch in der Ukraine von Fortschritten
Russlands Präsident Wladimir Putin hat von zunehmenden Erfolgen seiner Truppen in der Ukraine gesprochen. Russische Einheiten seien im Gebiet Donezk bis auf wenige Kilometer an Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka herangerückt. Auch in den Regionen Saporischschja, Sumy und Charkiw gebe es weitere Geländegewinne, behauptete Putin.
Ukrainische und westliche Beobachter widersprechen dieser Darstellung. Ihren Einschätzungen zufolge hat sich der russische Vormarsch zuletzt verlangsamt. An mehreren Frontabschnitten habe es kaum Veränderungen gegeben, während ukrainische Truppen teilweise erfolgreiche Gegenangriffe gestartet hätten. (Quelle: dpa)
02:37 Uhr
Deutsche Marine testet erfolgreich israelische Langstreckenrakete
Die deutsche Marine hat im Nordatlantik erstmals erfolgreich eine ballistische Rakete des israelischen Systems Lora von einer Fregatte abgefeuert. Die Waffe hat eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Nach dem erfolgreichen Test sollen nun die Pläne für eine Beschaffung vorangetrieben werden.
Marineinspekteur Jan Christian Kaack sprach von einem „neuen Kapitel“ bei Abschreckung und Verteidigungsbereitschaft. Mit Lora könnte die Bundeswehr künftig weit entfernte Landziele von Schiffen aus bekämpfen. Die Beschaffung wäre Teil des Ausbaus weitreichender Präzisionswaffen zur Abschreckung Russlands. (Quelle: dpa)
01:16 Uhr
Putin nennt deutsche Sanktionen nach Drohnen-Vorfall „schweren Fehler“
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die von Deutschland angekündigten Strafmaßnahmen nach dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle als „schweren Fehler“ bezeichnet. Die deutschen Vorwürfe gegen Russland wies er zurück und stellte die vorgelegten Belege als gefälscht dar. Die Reaktion der Bundesregierung sei vor allem innenpolitisch motiviert.
Die Bundesregierung hatte Russland für den versuchten Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne verantwortlich gemacht. Als Reaktion soll unter anderem das letzte noch offene russische Generalkonsulat in Deutschland in Bonn geschlossen und der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt werden. (Quellen: AFP, dpa)
00:32 Uhr
Macron unterstützt neue EU-Sanktionen gegen Russland
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unterstützt nach dem versuchten Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle neue EU-Sanktionen gegen Russland. Frankreich sei „uneingeschränkt solidarisch mit Deutschland“, erklärte Macron. Zugleich rief er dazu auf, bei der Unterstützung der Ukraine geschlossen zu bleiben. Frankreich werde dazu weiterhin seinen Beitrag leisten. (Quellen: Reuters, AFP)
00:05 Uhr
Die Ereignisse gestern – 1. September 2026
Bei russischen Angriffen auf Kiew und weitere Teile der Ukraine sind mindestens zwölf Menschen getötet und 21 verletzt worden. Allein in der Hauptstadt starben nach ukrainischen Angaben acht Menschen. Eine Rakete traf dort unter anderem ein Eisenbahndepot und weitere Bahnanlagen. Vier weitere Menschen wurden in der Region Kiew getötet. Angriffe wurden auch aus den Regionen Odessa, Charkiw, Sumy und Saporischschja gemeldet. Die Attacken fielen mit dem Beginn des neuen Schuljahres in der Ukraine zusammen.
Video:
Mindestens zwölf Tote in Ukraine nach russischen Luftangriffen (1 Min)
Deutschland machte Russland unterdessen für den versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne auf den Flughafen Leipzig/Halle Anfang August verantwortlich. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verwies auf Erkenntnisse von Polizei und Nachrichtendiensten. Als Reaktion kündigte die Bundesregierung weitere Maßnahmen gegen Russland an. Das russische Generalkonsulat in Bonn und das Russische Haus in Berlin sollen geschlossen werden. Zudem sollen die Einreisekontrollen für russische Staatsbürger verschärft und der Druck auf die russische Schattenflotte erhöht werden.
Video:
Bundesregierung: Russland für Drohnen-Angriff verantwortlich (2 Min)
Die EU will beim Ausbau ihrer Verteidigungsfähigkeiten stärker auf die Kriegserfahrung der Ukraine zurückgreifen. Experten aus der Ukraine, Großbritannien und mehreren EU-Staaten sollen dazu von kommender Woche an Vorschläge erarbeiten. Die EU-Verteidigungsminister berieten außerdem über weitere Militärhilfe für die Ukraine und eine engere Zusammenarbeit mit der ukrainischen Rüstungsindustrie.
00:01 Uhr
Ukraine-News am Dienstag, 2. September 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Hintergründe
Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Audio | MDR AKTUELL
Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast-Reihe
Russland führt Krieg gegen die Ukraine – Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.