(Bloomberg) — Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen hat am Montag erstmals seit Januar 2025 die Marke von 4,75% überschritten. Steigende Ölpreise verstärkten die Erwartungen, dass die Federal Reserve die Leitzinsen anheben wird.
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Der Ausverkauf erfasste auch andere Laufzeiten. Die Renditen fünfjähriger Anleihen erreichten ebenfalls den höchsten Stand seit Anfang vergangenen Jahres. Die Renditen 30-jähriger Papiere übertrafen die Höchststände der vergangenen Woche. Wichtige Ölbenchmarks schlossen fast 3% höher, nachdem sie während der US-Vormittagsstunden ihre Tageshöchststände erreicht hatten. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht.
Die Bewegungen vom Montag verschärfen den Ausverkauf, der US-Staatsanleihen in den vergangenen Tagen erfasst hat. Anleger beschäftigen sich mit zunehmenden Sorgen über die Staatsverschuldung und wägen zugleich ab, wie aggressiv die Fed die Zinsen zur Bekämpfung der Inflation anheben muss. Die Renditen kurzlaufender Anleihen waren am Freitag sprunghaft gestiegen. Fed-Chef Kevin Warsh hatte beim Jackson-Hole-Symposium der Zentralbank eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen zur Eindämmung des Preisdrucks signalisiert.
„Die Fed ist bereit zu handeln, wenn es nötig ist“, sagte Sean Simko, Leiter des Anlagemanagements für festverzinsliche Wertpapiere bei SEI Investments Corp. Der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht für August und die Verbraucherpreisdaten am 11. September werden einflussreich sein, fügte er hinzu. Wenn der Arbeitsmarkt jedoch stabil und die Inflation erhöht bleibt, werde das die Fed wohl dazu bewegen, sich am 16. September für eine Anhebung der Zinsen auszusprechen.
Nach Warshs Rede änderten Ökonomen von Barclays und Societe Generale ihre Prognosen. Sie rechnen nun mit Zinserhöhungen in diesem Jahr, die sie zuvor nicht erwartet hatten.
Auch die Renditen 30-jähriger Anleihen stiegen am Montag. Sie legten um fünf Basispunkte auf knapp 5,26% zu, blieben aber deutlich unter den Mehrjahreshochs, die sie Mitte August erreicht hatten. Anschließend waren sie zurückgegangen, nachdem das Finanzministerium mitgeteilt hatte, es werde die Rückkäufe von Schuldtiteln in diesem Laufzeitsegment erhöhen, um deren Marktwert zu stützen.
Der Anstieg der Renditen längerer Laufzeiten spiegelt zudem das „bevorstehende Angebot“ wider, sagte Mark Spindel, Investmentchef bei Potomac River Capital. Dies gelte insbesondere für den Markt für Unternehmensanleihen. Dort ist der September historisch ein herausragender Monat, wobei das Emissionsvolumen in diesem September die bisherigen Vergleichswerte übertreffen dürfte. Hinzu komme „ein Inflationsausblick, der sich kaum verbessert“.
Trotz Warshs Äußerungen in Jackson Hole gebe es zudem „eine Debatte darüber, ob er im September eine Straffung beabsichtigt“, sagte Spindel. Dies lasse die Inflationssorgen weiter schwelen.
Überschrift des Artikels im Original:Treasury Market Selloff Sends 10-Year Yield to 19-Month High (2)
–Mit Hilfe von Edward Bolingbroke.
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