Von Januar bis Juni 2026 wurden rund 183,1 Millionen Mal öffentliche Verkehrsmittel genutzt. Das sind rund 2,1 Millionen Fahrten mehr als im Vorjahreszeitraum.
Kreis Ludwigsburg. Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) zieht eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2026. Von Januar bis Juni wurden rund 183,1 Millionen Fahrten mit Bus und Bahn unternommen, teilt er mit. Das seien rund 2,1 Millionen Fahrten oder 1,18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den allgemeinen Zeitkarten stieg die Zahl der Fahrten um 1,98 Prozent, im Ausbildungsverkehr um 0,55 Prozent. Der sogenannte Gelegenheitsverkehr ging dagegen um 1,78 Prozent zurück.
Mehr als 600.000 Abonnements
Auch die Nachfrage nach Abonnements bleibt laut VVS auf einem hohen Niveau. Ende Juni 2026 zählte er insgesamt 611.831 Abonnements. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Zahlen um rund 9.000 (+ 1,5 %). Darunter sind rund 286.000 klassische Deutschland-Tickets, 198.000 Abonnements von Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden sowie mehr als 124.000 Firmen-Abos. Zum Jahreswechsel war die Zahl der Abonnenten um 4,9 Prozent. Das hänge unter anderem mit der Preisanpassung des Deutschland-Tickets von 58 auf 63 Euro zusammen, teilt der Verkehrsverbund mit. Die Abo-Zahlen seien bis Juni dann aber von Monat zu Monat wieder gestiegen. Das Dezember-Niveau konnte nicht wieder erreicht werden.
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„Dass wieder mehr Menschen mit Bus und Bahn unterwegs sind, ist ein gutes Signal – trotz der vielen Baustellen und der damit verbundenen Einschränkungen im ersten Halbjahr“, sagt VVS-Geschäftsführerin Cornelia Christian. Eine dauerhaft hohe Nachfrage sei aber kein Selbstläufer. Entscheidend sei, dass ein attraktives Angebot gesichert und der Zugang zum ÖPNV so einfach wie möglich gemacht werde.
Tarife zum 1. September 2026 erhöht
Zum 1. September 2026 wurden die VVS-Tarife aufgrund der gestiegenen Kosten bei den Verkehrsunternehmen um durchschnittlich 5,95 Prozent erhöht. Rund 85 Prozent der Fahrten im VVS werden allerdings mit dem Deutschland-Ticket zurückgelegt und sind davon nicht betroffen. Das Tagesticket wird attraktiver für Familien: Wer ein Einzel-Tagesticket oder Stadtticket kauft, kann künftig bis zu drei Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren kostenlos mitnehmen. Der Preis eines Tagestickets entspricht weiterhin genau dem Preis von zwei Einzeltickets.
Einchecken statt Zonen zählen
Auch digital wird der Einstieg in den ÖPNV laut VVS einfacher. Mit CiCoBW (Check-in/Check-out Baden-Württemberg) können Fahrgäste ohne Tarifkenntnisse und ohne Abo spontan mit Bus und Bahn fahren. In der VVS-App genüge vor Fahrtbeginn ein Wisch zum Einchecken, heißt es. Nach der Fahrt müsse man wieder auschecken, der passende Fahrpreis werde automatisch ermittelt. Im Zuge einer Aktion der SSB zahlen Fahrgäste noch bis 31. Oktober nie mehr als 63 Euro im Monat. CiCoBW ist laut VVS direkt über die Startseite und die Fahrplanauskunft der VVS-App sowie alternativ über den Ticketshop erreichbar. (red)
