Die Krankenhäuser St. Elisabeth und St. Barbara sowie Martha-Maria Halle-Dölau treten seit dem 1. September unter dem gemeinsamen Namen Christliches Klinikum Halle (Saale) GmbH auf.

Das teilte das Krankenhaus in einer Pressemitteilung mit. Das neue Klinikum beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3.000 Mitarbeitende und bündelt seine Leistungen an drei Standorten in Halle.

Zum Verbund gehören neben stationären und ambulanten Angeboten auch Medizinische Versorgungszentren sowie Hospiz-, Palliativ- und Pflegedienste. Die bisherigen Standorte Dölau, St. Elisabeth und St. Barbara bleiben erhalten.

Dreijähriger Fusionsprozess abgeschlossen

Mit dem neuen Namen endet ein mehrjähriger Zusammenschlussprozess. Krankenhausgeschäftsführer Jan Jakobitz sagte: „Das Christliche Klinikum Halle ist das Ergebnis eines von vielen Beteiligten engagiert vorangebrachten Prozesses. Was vor rund drei Jahren als erste Überlegung begonnen hat, wird heute Realität.“

Zum Nutzen der Fusion erklärte Jakobitz: „Das Entstehen des CKH ist für die Patientinnen und Patienten in Halle und der Region eine gute Nachricht, denn es bietet ein noch besser vernetztes und noch umfangreicheres spezialisiertes Versorgungsspektrum.“

Nach Angaben der Klinik verfolgt das neue Haus ein gemeinsames Medizin- und Standortkonzept. Ziel ist es, medizinische Leistungen stärker zu bündeln und Abläufe standortübergreifend zu organisieren.

Fusionen gewinnen im konfessionellen Sektor an Bedeutung

Der Zusammenschluss in Halle steht beispielhaft für die Entwicklung vieler freigemeinnütziger Krankenhausträger. Konfessionelle Kliniken geraten durch wirtschaftlichen Druck und die Anforderungen der Krankenhausreform zunehmend unter Zugzwang. Fusionen und Verbundstrukturen gelten vielerorts als Möglichkeit, Standorte langfristig zu sichern und Leistungsspektren zu bündeln.

Mit dieser Entwicklung beschäftigt sich auch die aktuelle f&w-Titelstrecke „Konfessionelle Kliniken unter Druck“. Darin analysiert Lena Reseck, warum konfessionelle Krankenhäuser verstärkt auf Zusammenschlüsse setzen und welche Rolle Fusionen im Zuge der Krankenhausreform spielen.

Alexianer sehen Wachstum durch Kooperationen

Auch andere konfessionelle Träger verfolgen ähnliche Strategien. So erläuterte Alexianer-Chef Christian von Klitzing kürzlich im Gespräch mit f&w, wie Kooperationen, Zusammenschlüsse und eine gezielte Wachstumsstrategie die Zukunftsfähigkeit freigemeinnütziger Krankenhäuser stärken sollen.

Für Halle markiert die Gründung des Christlichen Klinikums nun den Abschluss eines der größten konfessionellen Krankenhauszusammenschlüsse in Sachsen-Anhalt. Die Verantwortlichen wollen die medizinischen Schwerpunkte der bisherigen Häuser künftig unter einem gemeinsamen Dach weiterentwickeln.

cs