Stich- und Brandspuren
Angriff in Einkaufszentrum: Frau stirbt
02.09.2026 – 16:59 UhrLesedauer: 1 Min.
Beamte der Spurensicherung stehen vor dem Einkaufszentrum (Archivbild): Eineinhalb Monate nach dem Angriff ist die Frau gestorben. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa)
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Eine Frau wird an ihrem Arbeitsplatz attackiert – wohl von ihrem Ehemann. Jetzt ist sie ihren Verletzungen erlegen.
Etwa sechs Wochen nach einem Messerangriff in einem Stuttgarter Einkaufszentrum ist eine Frau ihren Verletzungen erlegen. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die 47-Jährige war an ihrem Arbeitsplatz mutmaßlich von ihrem getrennt lebenden Ehemann attackiert worden. Sie erlitt Stich- und Brandverletzungen.
Der Angriff ereignete sich bereits am 23. Juli. Zunächst soll der Ehemann die Frau mit einem Messer angegriffen haben, anschließend habe er sie in Brand gesteckt. Zeugen löschten die Frau mit einem Feuerlöscher.
Etwa eine Stunde nach dem Angriff sei der mutmaßliche Täter in einer Stadtbahn aufgefallen, hieß es. Er habe deutliche Blutspuren an sich gehabt. Schließlich wurde er in einem Waldgebiet im Stadtteil Sillenbuch festgenommen. Der 54 Jahre alte Tatverdächtige wurde wegen eines gerichtlichen Unterbringungsbefehls in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.
Mann durfte Frau eigentlich nicht nähern
Laut den Behörden durfte sich der Ehemann seiner Ehefrau eigentlich nicht nähern. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, war es bereits im Juni zur Paternschaftsgewalt gekommen. Die Frau sei leicht verletzt worden.
Die Shopping-Mall liegt am Mailänder Platz im Europaviertel, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg entfernt. In dem rund 43.000 Quadratmeter großen Einkaufszentrum gibt es etwa 200 Läden, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe.
Solche Fälle von Gewalt werden als Femizid bezeichnet. Bei Femiziden werden Frauen oder Mädchen aufgrund ihres Geschlechts zu Opfern von Gewalt. Meist gehen die Angriffe von ihren Partnern aus.
