
Pflegende Angehörige übernehmen Verantwortung für ihre Familien – die Senioren-Union Gladbeck fordert mehr Unterstützung. Symnolbild: KI
Die Senioren-Union der CDU in Gladbeck begrüßt die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann, die geplante Kürzung der Rentenansprüche pflegender Angehöriger zurückzunehmen.
Gladbeck – 02.09.2026 – Pflegende Angehörige sollen nach Linnemanns Plänen bei den Rentenpunkten keine Nachteile haben. Der Bundesgesundheitsminister hatte erklärt, sich dafür einzusetzen, dass die bisher vorgesehenen Abstriche entfallen.
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Senioren-Union Gladbeck sieht wichtiges Signal
Damit nimmt Linnemann eine zentrale Forderung der Senioren-Union auf. Die ursprünglich vorgesehene Absenkung der von der Pflegeversicherung gezahlten Rentenbeiträge auf 70 Prozent hätte aus Sicht der Senioren-Union ein falsches Signal gesetzt.
Gerade Menschen, die mit großem persönlichem Einsatz ihre Angehörigen zu Hause pflegen, dürften bei ihrer eigenen Alterssicherung nicht schlechter gestellt werden, betont die Senioren-Union.
Auch nach den aktuellen Aussagen Linnemanns ist die geplante Änderung noch Teil des weiteren politischen Verfahrens. Der Minister erklärte, er wolle erreichen, dass die Rentenpunkte für pflegende Angehörige erhalten bleiben.
Pflege in Gladbeck bleibt Thema
Die Senioren-Union und die CDU-Ratsfraktion in Gladbeck haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit verschiedenen Bereichen der professionellen Pflege beschäftigt und diese im zuständigen Fachausschuss thematisiert.
Besonders begrüßt die Senioren-Union, dass an der Ecke Horster Straße und Johannastraße eine große stationäre Pflegeeinrichtung entsteht. Dort sollen auch zahlreiche Kurzzeitpflegeplätze angeboten werden.
„Dass in dieser Einrichtung eine große Anzahl von Kurzzeitpflegeplätzen – auch zur Entlastung pflegender Angehöriger – entsteht, ist für unsere Stadt besonders wertvoll“, betont der Vorsitzende der Senioren-Union in Gladbeck, Michael Dahmen.
Ältere im Pflegeheim – Senioren Union Gladbeck sorgt sich
Familien übernehmen einen großen Teil der Pflege
Nach Ansicht der Senioren-Union bleibt die Familie auch in Gladbeck die größte Pflegeeinrichtung. Wer einen Angehörigen pflegt, übernimmt eine große Verantwortung. Diese Aufgabe würde ansonsten vielfach von professionellen Pflegeeinrichtungen übernommen.
Pflegende Angehörige leisten damit aus Sicht der Senioren-Union einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Linnemann bezeichnete Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen, als „Alltagshelden Deutschlands“.
Deshalb sei es richtig, dass der Gesundheitsminister die geplante Kürzung der Rentenansprüche stoppen wolle.
Senioren-Union fordert mehr Unterstützung in Gladbeck
Die Senioren-Union will die Debatte allerdings nicht auf die Rentenansprüche beschränken. Sie stellt die Frage, wie pflegende Angehörige auch auf kommunaler Ebene stärker in den Mittelpunkt gerückt werden können.
„Wir haben das Gladbecker Bündnis für Familie, wir sind 2024 mit dem Landespreis als familienfreundliche Kommune ausgezeichnet worden, wir haben eine gute Kultur der Wertschätzung für ehrenamtliche Arbeit. Können wir dann nicht auch für pflegende Angehörige in Gladbeck noch eine Schüppe drauflegen?“, fragt Michael Dahmen.
Dabei gehe es der Senioren-Union nicht in erster Linie um finanzielle Aspekte. Vielmehr soll nach Möglichkeiten gesucht werden, pflegende Angehörige in Gladbeck stärker zu unterstützen und ihre Leistung stärker anzuerkennen.
Die Senioren-Union sieht in der geplanten Kurskorrektur bei den Rentenansprüchen deshalb ein wichtiges Signal. Gleichzeitig möchte sie die Unterstützung pflegender Angehöriger auch in Gladbeck weiter zum politischen Thema machen.
Textvorlage: Senioren Union Gladbeck