Verpackungen aus Plastik, Altglas, Papier oder Möbel, die auf dem Sperrmüll gelandet sind: Das Düsseldorfer Unternehmen Awista Kommunal entsorgt jährlich große Mengen an Abfall. 2025 sind diese leicht angestiegen, wie eine neue Auswertung ergibt. Gleichzeitig wohnen allerdings auch mehr Menschen in der Landeshauptstadt.
Die Zahlen sind beeindruckend: Rund 235.000 Tonnen an Müll haben die Düsseldorfer im vergangenen Jahr produziert (ein Plus von zwei Prozent). Gemessen an den mittlerweile gut 659.000 Einwohnern ist so zumindest in der Theorie rund 356 Kilogramm Unrat pro Kopf angefallen. Das Wichtigste aus der Abfallbilanz im Überblick.
Anstiege bei Restmüll und Laub
Wohin mit gefüllten Staubsaugerbeuteln, alten Zahnbürsten oder zerbrochenem Geschirr? Diese Gegenstände landen im Restmüll. Das Aufkommen ist im vergangenen Jahr auf 115.300 Tonnen gestiegen – eine Erhöhung um rund 4,8 Prozent im Vergleich zu 2024. Das liegt nach Angaben der Stadt auch daran, dass die Abfallwirtschaft in Düsseldorf neu geordnet wurde. So leert die Awista Kommunal seit Januar eine Pflicht-Restmülltonne in Gewerbebetrieben. In die aktuelle Abfallbilanz sind diese Mengen zusätzlich zu denen aus privaten Haushalten nun aufgenommen worden.
Noch deutlicher ist der Anstieg zwar beim Sperrmüll, der in der Verbrennungsanlage entsorgt wurde. Diese Menge stieg um knapp 14 Prozent auf rund 14.300 Tonnen. Gleichzeitig sanken im vergangenen Jahr allerdings die aus dem Sperrmüll separat entsorgten Holzmengen deutlich (um 26 Prozent auf knapp 3200 Tonnen). Damit hat sich die gesamte Sperrmüllmenge „nur“ um 3,7 Prozent auf 17.450 Tonnen erhöht. Viel mehr Altholz wurde dagegen an den Recyclinghöfen abgegeben – insgesamt rund 500 Tonnen und rund 19 Prozent mehr als im Jahr davor.
Der Spitzenreiter in Sachen Anstieg ist allerdings grün: Das als Straßenkehricht im Stadtgebiet gesammelte Laub zur Kompostierung ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp 62 Prozent auf 740 Tonnen gestiegen.
Düsseldorfer haben weniger Grünschnitt entsorgt
Wer eigene Bäume, Hecken oder Sträucher im Garten schneidet, muss Grünabfälle entsorgen. In der Abfallbilanz für das Jahr 2025 ist diese Müllmenge deutlich gesunken. Das Grünschnittaufkommen lag mit 5900 Tonnen gut 26 Prozent niedriger als im Vorjahr.
Auch in anderen Bereichen hat es weniger Abfall gegeben: Das gilt zum Beispiel für Glas (gesunken um minus acht Prozent auf 12.300 Tonnen) oder besonders stark auch bei den Altkleidern (minus 27 Prozent auf circa 2170 Tonnen). Letzteres dürfte damit zusammenhängen, dass die Landeshauptstadt Container an verschiedenen Standorten abgebaut hatte. Ein Ziel war es, so die Sauberkeit im Stadtgebiet zu erhöhen.
Nachfrage nach Altpapier- und Biotonnen ist gestiegen
Seit dem vergangenen Jahr werden in Düsseldorf die blaue Tonne für Altpapier und die Biotonne häufiger geleert. Auch das ist eine Folge der Neuordnung der Abfallwirtschaft. Das Team der Awista holt seitdem Altpapier wöchentlich ab. Gleiches gilt für die Biotonne – nur in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar gibt es weiterhin einen 14-tägigen Rhythmus. Durch diese Änderungen ist die Nachfrage nach beiden Tonnenarten gestiegen.
Anfang 2026 gab es nach Angaben der Stadt in Düsseldorfer Haushalten rund 34.200 Biotonnen. Das sind 1150 mehr als vor der Einführung des neuen Leerungsrhythmus. Die Zahl der blauen Tonnen stieg dagegen weniger stark um knapp 380 auf 69.260.
Die Altpapiermengen stiegen insgesamt um gut ein Prozent auf knapp 26.500 Tonnen. Dabei sank die Sammelmenge über Depotcontainer um 18 Prozent auf rund 6500 Tonnen – auch von Altpapiercontainern gibt es mittlerweile insgesamt weniger in der Stadt. Außerdem entsorgten die Düsseldorfer im vergangenen Jahr rund 12.950 Tonnen Bioabfälle (ein Plus von acht Prozent).