Seit 2022 gibt es sie, die „Yotomy Arts Gallery“ auf der Kuhstraße 8 in der Duisburger City. Ins Leben gerufen hat sie einst der ehemalige Duisburger Verleger Frank Wohlfahrt. Nach Ende seiner verlegerischen Tätigkeit hat er sich übergangslos und ausschließlich mit der Herausgabe von Kunsteditionen und dem Kunsthandel befasst. Seit 2019 ist er Galerist.

„Ich verstehe mich heute mehr denn je als aktiver Vermittler zwischen Künstlern, Unternehmen und der Öffentlichkeit“, sagt er. „Hier in der ‚Yokomy Arts Gallery‘ präsentieren wir Kunst, die wir gezielt vermarkten. Und wir begleiten junge Talente auf ihrem künstlerischen Weg.“

Auch Ausstellungen gehören dazu, wie die am Donnerstag, 3. September um 18 Uhr beginnende, obwohl mit dieser unter dem Titel „Am Anfang war das Blau“ an den Duisburger Künstler Wilfried Weiß erinnert wird, der am 6. März 2025 überraschend verstarb. Wohlfarth: „Mit dieser Ausstellung würdigen wir das künstlerische Vermächtnis von Wilfried Weiß und laden dazu ein, seinem Werk noch einmal zu begegnen.“ Die Ausstellung endet am Freitag, 9. Oktober, und kann bis dahin stets montags bis freitags in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr eintrittsfrei besichtigt werden.

Kuratiert wird die Weiß-Retrospektive von Marayle Küpper und Ingrid Handzlik, zwei Künstlerinnen, die – wie Weiß seinerzeit – ihre Ateliers im Kunstverein Duisburg haben. Küpper und Handzlik sind im Übrigen auch die Nachlassverwalterinnen aller Werke von Weiß.

Dazu gehören Gemälde, Druckgrafiken und Kleinstskulpturen. Das Jahr 2026 haben die beiden zum Gedenkjahr an Weiß erklärt und drei Werkschauen seiner Arbeiten organisiert. Die erste Werkschau war im Museum Voswinckelshof in Dinslaken. Sie ging vom 11. Januar bis 22. März und trug den Titel „Und am Ende des Blau ist Struktur“. Die zweite fand in der Galerie der Kunstinitiative Ruhr in Oberhausen unter dem Titel „Ich habe dich anders gedacht“ statt und war in der Zeit vom 19. April bis 14. Juni zu sehen.

Jetzt also kommt Ausstellung Nummer drei „Am Anfang war das Blau“ in Memoriam Wilfried Weiß, die im Erdgeschoss der Yotomy-Galerie Malerei und Kleinskulpturen zeigt und im Untergeschoss Druckgrafiken, Radierungen, Aquarelle und Collagen. Dreiteilig sind die Gemälde gehängt, bestehend erstens aus Bildern mit „surreal-artiger, feiner Ölmalerei“ und zweitens aus Assemblagen mit „abstrakt-artiger, feiner Ölmalerei und Stäbchen“. In der dritten Abteilung sind Bilder zum Thema Passion zu sehen, ebenso wie mit Inhalten zu Masken und Figuren.

Weiß habe seinen Werken bewusst keine Titel gegeben und nie etwas über deren Sinnhaftigkeit erzählt, berichtet Küpper. „Die verschiedenen Künste, die Kultur, aber auch die Natur spielten im Leben und Wirken von Weiß eine zentrale Rolle“, so Küpper.