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Blick auf das Heizkraftwerk Tiefstack. © Christian Charisius/dpa
Hamburger Sicherheitsbehörden überprüften kritische Infrastruktur. Die Beamten suchten offenbar nach Spuren auf feindliche Agententätigkeiten.
Am Kraftwerk Tiefstack in Hamburg liefen am Mittwochnachmittag, 2. September, polizeiliche Maßnahmen. Einsatzkräfte überprüften die Energieanlage und deren Umfeld im Rahmen verstärkter Vorsorgemaßnahmen zum Schutz kritischer Infrastruktur.
Nach Angaben der Polizei wurden im Rahmen der kontinuierlichen Vorsorge und im Lichte aktueller Ereignisse relevante Einrichtungen überprüft. Es handele sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme zur grundlegenden Gefahrenabwehr.
Konkrete Hinweise auf eine Gefährdung liegen nach Angaben der Polizei nicht vor. Die Überprüfungen dienten ausschließlich der Sicherstellung der bestehenden Sicherheitsstandards und der allgemeinen Sicherheit.
Großeinsatz an Kraftwerk in Hamburg: Keine Hinweise auf konkrete Gefährdung
Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach derzeitigem Stand ebenfalls nicht. Auch Hinweise auf eine konkrete Gefährdung des Kraftwerks oder der Energieversorgung lagen nicht vor.
Die Maßnahmen am Kraftwerk Tiefstack sind Teil der derzeitigen verstärkten Überprüfung sensibler Einrichtungen der Energieinfrastruktur.
Erst Brandenburg, jetzt bei Köln: Polizei spricht von Sabotage
Innerhalb von nur 24 Stunden gerieten gleich zwei zentrale Bausteine der deutschen Stromversorgung ins Visier, wie merkur.de berichtet: Erst am Dienstagmorgen, 1. September, sorgte ein Vorfall am Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg für Schlagzeilen, dann folgte der nächste Paukenschlag. Diesmal traf es das Rheinland, das Herzstück der deutschen Braunkohleverstromung. Innerhalb weniger Stunden gerieten gleich mehrere Kraftwerkblöcke ins Straucheln, Ermittler rücken mit Großaufgebot an.
Nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim im Rhein-Erft-Kreis geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus. Wie Bild berichtete, war zunächst von einer Service-Drohne die Rede, die versehentlich eine Leitung getroffen haben könnte. Diese Erklärung wurde verworfen. Stattdessen ist von einer möglichen Drohnen-Attacke die Rede, Anwohner sollen Blitze und Knallgeräusche wahrgenommen haben. Offiziell bestätigt ist das Tatmittel bislang nicht. „Wir gehen nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat aus“, sagte ein Sprecher der Polizei Essen gegenüber n-tv.