Nach Startschwierigkeiten
Stand: 02.09.2026 21:37 Uhr
Der Hallesche FC macht weiter Boden auf die Spitzenplätze gut. Gegen Tasmania Berlin taten sich die Sachsen-Anhalter zwar lange schwer, dennoch sprang dank Matchwinner Bocar Baro der zweite Sieg in Folge heraus.
Der HFC-Angreifer traf beim 2:0 (1:0) am Mittwochabend vor 4.452 Zuschauern im Leuna-Chemie-Stadion erst kurz vor der Pause zur Führung (47.+3) und markierte in der 75. Minute auch den zweiten Treffer für das Team von Robert Schröder. Durch den dritten Saisonsieg springen die Sachsen-Anhalter in der Tabelle auf Platz neun mit nun fünf Punkten Rückstand auf das Spitzenduo Rot-Weiß Erfurt und Chemnitzer FC.
Ende
02.09.2026
19:00 Uhr
Aufstellung
L. Bendel – B. Halili, V. Kastull, P. Schmedemann (46. N. Landgraf) – M. Hauptmann, M. Kulke, N. Stierlin – Bocar Baro (76. E. Stobbe), J. Damelang (65. S. Ratifo), L. Ehrlich (46. O. Atilgan), F. Hartmann (46. S. Benyamina)
E. Höftmann – D. Beyreuther (55. R. Yajima), J. Collins, S. Eder, Y. Labbouz, D. Wostrikow – L. Janeš, K. Yayla – E. Berko, A. Beyazıt (55. A. Abu-Alfa), S. Mensah (65. K. Grigoriadis)
Tore
- 1:0
Bocar Baro (45. +3)
- 2:0
Bocar Baro (75.)
Fußball, Regionalliga Nordost (M)
Gegen Aufsteiger Tasmania Berlin war Schröder aber vor allem mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden. „Wir waren sehr unruhig am Ball. Das Beste war, dass wir mit 1:0 in die Pause gegangen sind. Das war in Summe von jedem ein Schritt zu wenig“, kritisierte der HFC-Coach. „Die zweite Hälfte war dann deutlich besser von uns.“
Video:
HFC-Trainer Schröder: „War in Summe von jedem zu wenig“ (3 Min)
Tasmania spielt mutig auf, aber Baro trifft für den HFC
Der Favorit tat sich in der Tat zunächst sehr schwer. Die Gäste aus Berlin verteidigten diszipliniert und kamen immer wieder zu Abschlussmöglichkeiten. Für den HFC hatte Max Kulke die bis dato beste Chance der Partie, als er einen Freistoß nur knapp übers Tor setzte (17.). Tasmania agierte dennoch über weite Strecken spielbestimmend und kam vor allem über die linke Seite immer wieder zu guten Aktionen.

So auch in der 22. Minute, als Abdulkadir Beyazit nach einer Flanke nur knapp am Ball vorbeirauschte, sechs Minuten später parierte HFC-Keeper Luca Bendel einen flach getretenen Freistoß des Berliners. Halle fehlten weiter die Ideen und der Spielwitz, allerdings steigerte sich das Team bis zur Pause und belohnte sich noch in der Nachspielzeit: Nach einem weiten Einwurf inklusive Kopfballverlängerung in den Sechzehner traf Baro den Ball zunächst nicht richtig, den Nachschuss versenkte der 28-Jährige dann aber im linken Winkel.
Video:
HFC-Verteidiger Hauptmann: „Die drei Punkte nehmen wir gerne mit“ (2 Min)
Halle nach der Pause dominanter
Trotz des Führungstreffers reagierte Schröder zur Pause und brachte in Soufian Benyamina, Niklas Landgraf und Osman Atilgan gleich drei neue Spieler. Und Halle agierte nun deutlich dominanter. Baro hatte in der 52. Minute nach einer Ecke die große Chance auf den zweiten Treffer, scheiterte per Kopf aber an Tasmania-Schlussmann Elias Höftmann. Die Berliner hatten defensiv nun deutlich mehr zu tun, kamen durch Erich Berko aber dennoch zur Ausgleichschance. Der ehemalige HFC-Angreifer verzog vorm Strafraum aber deutlich (54.).

Im Anschluss übernahm Halle wieder das Kommando, Baro, Atilgan und Hauptmann vergaben aber weitere Chancen. Das 2:0 fiel dennoch – wenn auch unter gütiger Mithilfe der Tasmania: Nach einem missglückten Rückpass von Ali Wissam Abu-Alfa spritzte Baro dazwischen, umkurvte seinen Gegenspieler und traf am zu weit hinausgeeilten Höftmann vorbei zur Vorentscheidung. Der eingewechselte Emilio Stobbe hatte kurz darauf noch die Chance auf das 3:0, doch auch ohne den dritten Treffer brachte Halle den letztlich verdienten Sieg sicher über die Zeit.

Fußball | Regionalliga
Der Hallesche FC spielt nach dem Abstieg 2024 in der Regionalliga. Heimspielstätte ist das Leuna-Chemie-Stadion. Der HFC wird aktuell trainiert vom gebürtigen Erfurter Robert Schröder.

Nachrichten personalisieren
Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich und Sie wollen aktuelle Informationen aus Ihrer Region, die für Sie relevant sind? Dann legen Sie MDR.de als bevorzugte Quelle in der Google-Suche fest. So funktioniert’s.
