DFB-Pokal

Stand: 02.09.2026 23:05 Uhr

Der VfL Osnabrück ist am Mittwochabend in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 1:4 (1:2) am FC Bayern München gescheitert. Zwar gingen die Niedersachsen spektakulär in Führung, konnten dem Rekordmeister letztlich aber doch kein Bein stellen.

von Alex von Kuczkowski

Zunächst sah alles nach einer Sensation aus: Robin Meißner schoss für die „Lila-Weißen“ aus rund 30 Metern bereits in der 5. Minute das 1:0. Das war aus der Kategorie „Tor des Monats“.

Die Bayern schlugen mit Treffern durch Harry Kane (18.) und Tom Bischof (24.) aber schnell eiskalt zurück. Michael Olise (73.) und Kane per Elfmeter (86.) machten dann nach der Halbzeit alles klar. Trotz des Ausscheidens hat sich der VfL Osnabrück gut verkauft.

„Im Pokal geht es ums Weiterkommen, das haben wir heute leider nicht erreicht. Grundsätzlich bin ich aber mit der Mannschaft zufrieden“, sagte VfL-Trainer Timo Schultz im Sportschau-Interview: „Wenn du an so einem Tag weiterkommen willst, dann muss alles passen.“

Timo Schultz vertraut Bochum-Sieger

Schultz schickte zu Beginn dieselbe Elf ins Rennen, die zuletzt 1:0 in Bochum gewann und so für den ersten Zweitliga-Sieg in dieser Saison sorgte. Die drei am „Deadline Day“ verpflichteten Neuzugänge Elias Bakatukanda (per Leihe vom 1. FC Köln), Leon Flach (per Leihe von Jagiellonia Białystok) und Jonathan Gomez (per Leihe von PAOK Saloniki) standen noch nicht im Kader.

Kiels David Zec (l.) im Zweikampf mit St. Paulis Martijn Kaars

Nach dem „Deadline Day“

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Bei den Bayern rotierte Coach Vincent Kompany etwas mehr durch. Unter anderem durfte Jonas Urbig anstelle von Manuel Neuer das Münchener Tor hüten. Im Angriff aber ging Kompany auf Nummer sicher – und ließ sein Top-Trio Kane, Olise und Luis Diaz ran.

Robin Meißner sorgt für Traumstart

Und die staunten nicht schlecht, wie mutig Osnabrück zu Beginn zu Werke ging. Meißner setzte sich im Zweikampf gegen Jonathan Tah durch und drosch die Kugel aus rund 30 Metern einfach mal aufs Tor. Der Ball flog und flog und schlug tatsächlich in den rechten oberen Winkel ein (5.). Urbig war völlig überrascht. Ein Traumtor! „Das geht ja gut los“, habe er gedacht, kommentierte Schultz den Treffer trocken.

Die ohnehin euphorischen Fans an der ausverkauften Bremer Brücke trauten ihren Augen kaum. Spätestens jetzt war das Stadion ein Hexenkessel, die Stimmung euphorisch.

Wappen des DFB-Pokals

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Bayern kontern schnell

Doch nur wenig später erwies sich Kane als Partycrasher. Nach gechipptem Pass von Joshua Kimmich in den VfL-Strafraum legte Robin Fabinski unfreiwillig für den England-Knipser auf, der sich diese Gelegenheit natürlich nicht nehmen ließ – 1:1 (18.).

Und kurz darauf schlugen die Bayern schon wieder eiskalt zu. Nach Ballverlust von Ismail Badjie im Spielaufbau setzte Olise blitzschnell Diaz in Szene. Dessen Schuss konnte Osnabrück-Torwart Jonas Krumrey zwar noch parieren. Beim Abstauber von Bischof war er aber machtlos, 1:2 (24.).

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Nach der Halbzeit versuchte Münchens Star-Ensemble, die Führung weiter auszubauen. Krumrey aber hatte was dagegen – und vereitelte Chancen von Olise (52.) und Ismael Saibari (59.). Auch Kane verfehlte das Tor (61.)

Olise macht den Deckel drauf

Hinter sich greifen musste Krumrey aber doch noch – nach einem erneuten Osnabrücker Ballverlust in der eigenen Hälfte. Jannik Müller spielte einen fatalen Fehlpass in die Füße von Lennart Karl, der sofort Olise in die Spitze schickte. Dort überwand der Franzose den VfL-Keeper mit einem gekonnten Heber – 1:3.

Das war die Entscheidung. Nun war Osnabrücks Widerstand gebrochen. Kane machte in der 86. Minute per Elfmeter endgültig den Deckel drauf. Müller hatte im Strafraum Aleksandar Pavlovic gefoult.

Was bleibt, ist ein couragierter Auftritt der „Lila-Weißen“ gegen einen übermächtigen Gegner. Das sollte Selbstvertrauen geben für die kommenden Aufgaben.

Am kommenden Sonntag kommt Eintracht Braunschweig zum Niedersachsenduell an die Bremer Brücke (13.30 Uhr, im NDR Livecenter).

Ende

02.09.2026
20:45 Uhr

Aufstellung

J. Krumrey – I. Badjie (62. K. Faber), N. Wiemann, J. Müller, R. Fabinski, P. Kammerbauer – A. Beck, L. Münst (74. D. Kyereh), B. Jacobsen (62. L. Raimund), F. Wagner (89. B. Riesselmann) – R. Meißner (74. L. Opitz)

J. Urbig – N. Brown (62. A. Davies), M. Kim, J. Tah, J. Stanišić – T. Bischof (80. A. Pavlović), J. Kimmich – L. Díaz, I. Saibari (62. L. Karl), M. Olise (87. B. Ndiaye) – H. Kane (87. K. Laimer)

Weitere Daten zum Spiel

Fußball, DFB-Pokal (M)

Ergebnisse

Kapitän Jannik Müller vom Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück

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