- Die Deutsche Hoopers-Meisterschaft fand vergangenes Wochenende beim TuS Komet Arsten in Bremen-Arsten statt, mit 160 Startern und 70 angereisten Campern laut Claudia Mielke-Novaczek.
- Bei der Hoopers-Bundessiegerprüfung 2026 kommunizierten Hund und Halter durch feinste Signale, die Wertungsspannen reichten von V0 (vorzüglich, null Fehlerpunkte) bis V5.
- Teilnehmer und Besucher betonten die ruhige Atmosphäre und Gemeinschaft; positive und kritische Rückmeldungen zu Leistung und Organisation wurden von Sandra Knip und Maren Dunker gegeben.
Mehr anzeigen
Weniger anzeigen
Es war die Deutsche Meisterschaft, die sich vergangenes Wochenende auf dem Sportplatz des Tus Komet Arsten abspielte. Dennoch waren anstelle von Anfeuerungsrufen und lautem Fluchen seitens des Publikums eher Umsicht und stille Aufmerksamkeit zu bemerken, um den Kontakt zwischen Hund und Hundehalter auf dem Feld nicht zu stören.
Denn darum ging es bei dieser Hoopers-Bundessiegerprüfung 2026, an der 16 Landesverbände teilnahmen. Die Hoopers-Leistungsklassen stellten die sogenannten H1 und H2 sowie die sogenannte Königsklasse H3 dar.
160 Starter beim Hoopers-Wochenende dabei
70 Camper seien für dieses Wochenende angereist, 160 Starter gäbe es, sagte Claudia Mielke-Novaczek, Obfrau des Landesverbands Weser-Ems-DVG, am Samstagmittag. Sie nahm auch selbst mit ihrem Mini American Shepherd am Turnier teil. Deutschlandweit bildet Mielke-Novaczek außerdem Trainer und Richter für den immer beliebter werdenden Hundesport aus.

Kommandos, Handzeichen und Körpersprache: Die Verständigung zwischen Hundehalter und Tier funktioniert beim Hoopers auf Distanz.
Foto:
Niklas Voth
Bei Hoopers kommunizieren Mensch und Tier miteinander bereits über feinste Signale. Die Hunde werden aus einem begrenzten Führbereich durch Bögen, Tunnel und Tore hindurchdirigiert. Border Collie Devon hat das sehr gut gemacht: Seine Teampartnerin und Halterin Malies Arians strahlt, sie sei super zufrieden.
Alle verbindet die Liebe zum Hund und das Bestreben, den Hund geistig auszulasten.
Claudia Mielke-Novaczek, Obfrau des Landesverbands Weser-Ems-DVG
Die beiden trainieren in dem Verein Else Dogs in Nordrhein-Westfalen. „Devon ist immer sehr zuverlässig“, pflichtet Arians’ Bekannte und Hundetrainerin Marilen Bünnemann bei, die diesmal als Besucherin anwesend war. Weniger positiv resümierte Maren Dunker mit ihrem Hund Ice vom HSV Mad’Dogs. Leider sei Ice in dieser Runde nicht den gewünschten Weg gelaufen, so Dunker. Im Gespräch mit ihren Mitsportlerinnen wird betont, dass es manchmal um Millisekunden gehen würde und die Nervosität der Hundeführerin eine bedeutende Rolle spiele.
Grundsätzlich war die Veranstaltung von Ruhe geprägt, und man konnte nicht unbeeindruckt bleiben angesichts der mehr als 100 bestens erzogenen Hunde: Im großen Kontrast zu einer Hundewiese wirkten die Tiere auf dem Sportplatz dem Menschen faszinierenderweise sehr ähnlich. Claudia Mielke-Novaczek veranschaulicht diesen Eindruck durch Eigenschaften, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichermaßen verinnerlicht haben: „Es ist eine schöne Gemeinschaft. Alle verbindet die Liebe zum Hund und das Bestreben, den Hund geistig auszulasten.“
Jüngste Teilnehmerin Amy Lange beeindruckt mit Border Collie
So saßen Hund und Mensch des jeweiligen Landesverbands vor ihren Zelten und beobachteten das Turnier. So auch Familie Lange, die mit ihrem Camper und drei Hunden aus Sachsen-Anhalt angereist ist. Vater Lange äußert sich positiv über ihren Aufenthalt, als er die Stangen des Vorzelts angesichts des Windes etwas richtet: Sie hätten einen stabilen Platz, trotz des Regens sei nichts aufgeweicht.

Auch vom Landesverband Weser-Ems hatten einige Hunde-Mensch-Teams am Turnier teilgenommen.
Foto:
Niklas Voth
Seine Partnerin Lisa Lange sei mit ihrem Hund Disney in der Leistungsklasse H2 mit einer V5 (vorzüglich, fünf Fehlerpunkte) durchgekommen. Besonders hervorzuheben ist die zehnjährige Amy Lange, die mit ihrem Border Collie Mika als jüngste Teilnehmerin des Turniers antrat.
Labrador, Pudel und Mischling beim Hoopers-Turnier dabei
Wer nun vermag zu sagen, dass Hoopers ein Sport für Border Collies sei, dem kann man beipflichten. Doch lässt sich ebenso gut hervorheben, dass bei dem Turnier ein Briard eine Glanzleistung mit der Wertung V0 (vorzüglich, null Fehlerpunkte) hinlegte und dass unter den teilnehmenden Vierbeinern zahlreiche Rassen, wie Labrador Retriever, Mischlinge und ein Pudel, vertreten waren.
Mit einem Mini American Shepherd trat die Enkelin der Schirmträgerin der Veranstaltung, Sandra Knip, an. „Großartig, oder?“, erzählte Knip, Beauftragte für Hoopers im DVG (Deutscher Verband der Gebrauchshundsportvereine). „Top vom Verein organisiert“, lobt sie den Tus Komet Arsten, der Platz und Infrastruktur für das Turnier zur Verfügung stellte.
Hinweis:
Bei Google-Suchen erscheinen neben den regulären Ergebnissen auch aktuelle News-Boxen mit relevanten Meldungen. Wenn Sie den WESER-KURIER als bevorzugte Quelle markieren, werden unsere Inhalte dort künftig häufiger berücksichtigt.
Einfach den WESER-KURIER über diesen Link als Favorit hinzufügen und immer schnell über Bremen und die Region informiert bleiben
.