Was wünschen sich Kinder in Zukunft von der Stadt Düsseldorf? Wo sehen sie Probleme und wo Chancen der Verbesserung? Eine Ausstellung im Rathaus zeigt der Erwachsenenwelt nun, was die Mädchen und Jungen umtreibt. Im Rahmen der Kinder-Agenda-2030 waren mehr als 500 Kinder aus 13 Grundschulen in ihrer Umgebung unterwegs, um vor Ort Missstände zu benennen. In Workshops wurden dann Vorschläge erarbeitet. Die Ausstellung besteht aus neun aufgehängten großen Plakaten. Sie geben die Kernanliegen und Ziele der Kinder-Agenda wieder.
Ganz vorne bei den Wünschen an die Politik steht eine klimagerechte Stadt mit mehr Grünflächen in der direkten Umgebung. Auch bemängeln viele Kinder, dass es zu wenig Sportflächen gibt und dass Anlagen häufig verschlossen sind. Zudem wünschen sich die Kinder mehr Schwimmmöglichkeiten und günstigere Eintrittspreise. In nahezu allen beteiligten Schulen war Sauberkeit und Umwelt ein großes Thema. Die jungen Düsseldorfer stört nicht nur der achtlose weggeworfene Müll, sondern auch die Schmierereien an Hauswänden und Unterführungen.
Natürlich beschäftigten sich die Kinder auch mit den Schulen selbst. Hier bemängeln sie fehlende Räume und Sporthallen sowie den oft schlechten Zustand von Umkleidekabinen und Toiletten. Überdies wünschen sich viele einen abwechslungsreicheren Unterricht und dass auch die sogenannten kreativen Fächer wie Kunst und Musik stärker gefördert werden. Und der Weg zur Schule sollte sicherer und Busse und Bahnen pünktlicher sein.
Als sechsten Punkt formulieren die Kinder, dass auch stärker auf die körperliche und seelische Gesundheit geachtet wird. Für sie heißt das ganz konkret: Weniger Lärm durch Verkehr und Feiernde in den Abend- und Nachtstunden sowie mehr rauchfreie Zonen.
Neben der Anerkennung kultureller Unterschiede und der Unterstützung finanziell nicht gut aufgestellter Familien fordern die Kinder in der Agenda, von der Stadt vermehrt gehört und ernst genommen zu werden. Vor gut einem Jahr hatten Kinder ihren Katalog schon mal vorgestellt. Damals im Ratssaal vor Vertreterinnen und Vertretern der Politik. Die hatten bekundet, sich für die Umsetzung der Agenda einzusetzen. Das Plakat mit weit über 20 Unterschriften ist Teil der Ausstellung, die zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden kann.