Wenn Eltern nicht mehr in der Lage sind, wichtige Entscheidungen für ihr Kind zu treffen und für dessen Wohl zu sorgen, werden sie gebraucht: ehrenamtliche Vormünder. Die Gründe, warum Eltern nicht mehr für das eigene Kind sorgen können oder dürfen, sind vielfältig. Das kann zum Beispiel eine (psychische) Erkrankung sein. Wichtig ist aber, dass das nicht zulasten der Zukunft des Kindes geht.
Deshalb werden Vormünder bestellt, die alle wichtigen Entscheidungen, die das Kind betreffen, übernehmen und es auf dem Weg ins Erwachsenenleben begleiten. Meist wohnen die Kinder in Jugendhilfeeinrichtungen.
Koordinierungsstelle begleitet den Prozess
Vermittelt werden Ehrenamtliche und Kinder miteinander durch die Koordinierungsstelle Vormundschaften der Stadt Wülfrath. Die sucht gemeinsam mit der Stadt Wuppertal und der Diakonie Wuppertal engagierte Menschen, die sich ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche einsetzen möchten. Die Koordinierungsstellen begleiten die ehrenamtlich engagierten Vormünder während des gesamten Prozesses und stehen bei Fragen und Anliegen zur Seite.
Reform stärkt ehrenamtliche Vormundschaften
Seit der Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts, die zum 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist, werden insbesondere die ehrenamtlichen Vormundschaften gefördert. „Um dem gerecht zu werden, hat die Wülfrather Koordinierungsstelle gemeinsam mit der Stadt Wuppertal und der Diakonie Wuppertal in 2025 und 2026 bereits ehrenamtliche Vormund*innen geschult und viele auch bereits vermittelt. Für den neuen Schulungslauf im Frühjahr 2027 werden nun erneut engagierte Bürger*innen gesucht“, erklärt die Verwaltung.
Zwei Informationsveranstaltungen
Im Rahmen der Aktionswoche „Kinderrechte 2026“ in Wuppertal finden zwei unverbindliche Informationsveranstaltungen statt. Dabei erhalten Interessierte einen Einblick in die Aufgaben und Rahmenbedingungen einer ehrenamtlichen Vormundschaft.
Der erste Termin findet am 17. September von 16 bis 17 Uhr statt. Ort der Veranstaltung sind die Räumlichkeiten der Stadt Wuppertal (EG 85) am Döppersberg 41 in Wuppertal.
Der zweite Termin ist für den 15. Oktober angesetzt, dieses Mal von 17 bis 18 Uhr. Ort sind wieder die Räumlichkeiten der Stadt Wuppertal (EG 85) am Döppersberg.
Für Fragen zur ehrenamtlichen Vormundschaft stehen die Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle der Stadt Wülfrath zur Verfügung: Agathe Bürger ist per Telefon 02058 18291, E-Mail a.buerger@stadt.wuelfrath.de und Alexandra Schnatwinkel per Telefon 02058 18227 oder per E-Mail an a.schnatwinkel@stadt.wuelfrath.de erreichbar.