Am 2. September kündigte der amerikanische Öl- und Gasriese Chevron Pläne an, in den nächsten fünf Jahren mehr als 7 Milliarden Dollar zu investieren, um seine Aktivitäten in Venezuela auszuweiten. Washington drängt auf eine Reihe von Abkommen, die darauf abzielen, die Öl- und Gasindustrie wiederzubeleben und die Produktion in dem südamerikanischen Land zu steigern.

Laut Chevron ermöglichen die neuen Vereinbarungen dem Unternehmen die Erschließung zusätzlicher Explorationsgebiete im Orinoco-Ölgürtel und aktualisieren gleichzeitig die rechtlichen, kommerziellen und finanziellen Rahmenbedingungen für seine Joint Ventures.

Chevron strebt an, seine Produktion in Venezuela mehr als zu verdoppeln, auf über 500.000 Barrel pro Tag und laut Plan des Unternehmens sogar auf rund 600.000 Barrel pro Tag.

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Die Abkommen wurden während eines Besuchs des US-Energieministers Chris Wright in Caracas bekannt gegeben. Wright nahm an den Unterzeichnungszeremonien der Abkommen zwischen Venezuela und Chevron, dem italienischen Energiekonzern Eni und dem amerikanischen Unternehmen GE Vernova teil.

Seinen Angaben zufolge liegt Venezuelas Ölproduktion derzeit bei rund 1,25 Millionen Barrel pro Tag und könnte sich bis zum Ende des Jahrzehnts auf über 2 Millionen Barrel pro Tag verdoppeln. Er bezeichnete die Fortschritte bei der Umsetzung der Abkommen als „im Trump-Tempo“ und erklärte, Venezuelas Ölproduktion sei um 25 % und die Exporte um 50 % gestiegen.

Washington unterzeichnete unterdessen ein Abkommen mit North American Blue Energy Partners (NABEP) zur Erschließung von 17 Ölfeldern mit geschätzten Reserven von rund 65 Milliarden Barrel. NABEP fördert derzeit etwa 200.000 Barrel pro Tag und ist der zweitgrößte private Ölproduzent Venezuelas. Einige Felder waren zuvor in Zusammenarbeit mit russischen und chinesischen Unternehmen erschlossen worden, wurden aber nicht nennenswert weiterentwickelt.

Venezuela verfügt über nachgewiesene Ölreserven von über 303 Milliarden Barrel und damit über die größten der Welt . Die aktuelle Produktion liegt jedoch aufgrund maroder Infrastruktur und jahrelanger Unterinvestitionen weit unter dem früheren Niveau von rund 3 Millionen Barrel pro Tag.

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Experten warnen davor, dass die Wiederherstellung der Öl- und Gasindustrie Jahre und Dutzende Milliarden Dollar kosten könnte, sodass die Auswirkungen neuer Abkommen auf die globale Ölversorgung nicht sofort sichtbar sein werden.

Quelle: https://www.vietnamplus.vn/my-thuc-day-mo-rong-khai-thac-dau-mo-tai-venezuela-post1133965.vnp