Selenskyj wütend

Ukrainische Geheimdienste beschießen einander

03.09.2026 – 08:39 UhrLesedauer: 1 Min.

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Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): Der ukrainische Präsident hat nach einer Schießerei personelle Konsequenzen gezogen. (Quelle: IMAGO/Ukrinform/ABACA/imago)

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Schüsse auf offener Straße in Kiew, weil bewaffnete ukrainische Geheimagenten aneinandergeraten. Präsident Selenskyj nennt den Vorfall „absolut skandalös“.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine undurchsichtige Schießerei zwischen seinen Geheimdiensten scharf kritisiert. Er sprach von einer „absolut skandalösen Situation“. Der Generalstaatsanwalt müsse klären, warum sich Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes SBU und des Militärgeheimdienstes HUR in Kiew einen Schusswechsel mit Verletzten geliefert hätten, sagte Selenskyj. „Hier in der Ukraine darf nur auf russische Besatzer geschossen werden, um die Ukraine zu verteidigen“, sagte er.

Der SBU teilte am Mittwoch zunächst mit, gemeinsam mit dem HUR sei es gelungen, einen aus Moskau gesteuerten Anschlag auf einen russischen Oppositionellen zu verhindern. Nach Kiewer Medienberichten soll es sich dabei um einen Offizier des Russischen Freiwilligenkorps RDK handeln, das auf Seiten der Ukraine kämpft.

Später schrieb der SBU, seine Einsatzkräfte seien bei einer Ermittlungsaktion von Unbekannten angegriffen worden. In einem Schusswechsel seien mehrere Angreifer verletzt worden. Sie hätten sich als Armeeangehörige herausgestellt. Die Aufsicht über die russischen Freiwilligen führt der Militärgeheimdienst HUR, der sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall äußerte.

Selenskyj zog aus dem Vorfall direkte Konsequenzen. Er entließ laut „Kyiv Independent“ den Leiter der Abteilung für den Schutz von Staatsgeheimnissen des SBU, Oleh Chramow und forderte eine gründliche Untersuchung.