Nach einer Brandattacke auf eine Baustelle in München vermutet das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) einen Anschlagsversuch gegen ein Unternehmen aus dem Rüstungsbereich.

Es werde wegen eines politischen Hintergrunds ermittelt, sagte ein Sprecher des LKA. Deswegen habe das LKA die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Um welches Unternehmen es konkret geht, sagte der Sprecher nicht.

Mehrere Brandsätze waren in der Nacht auf die Baustelle geworfen worden. Später nahmen Einsatzkräfte zwei Menschen an einer Tankstelle fest, wie ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums erklärte. Ob sie mit der Tat in Verbindung stehen, werde nun ermittelt.

03.09.2026, Bayern, München: Polizeifahrzeuge riegeln unweit des Ostbahnhofs eine Straße ab. In der Nacht wurden mehrere Brandsätze auf eine Baustelle geworfen. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Polizeifahrzeuge riegeln in München unweit des Ostbahnhofs eine komplette Straße ab.

© dpa/Peter Kneffel

Baustelle vor Firmenzentrale von Rohde & Schwarz

Mindestens einer der Brandsätze habe ein Feuer ausgelöst, das Polizisten löschten. Größerer Schaden sei nicht entstanden, sagte der Polizeisprecher. Ein weiterer Brandsatz musste von Spezialkräften entschärft werden.

Die Brandsätze sollen gegen Mitternacht aus einem Auto geworfen worden sein. Ein Zeuge beobachtete den Vorfall und alarmierte die Polizei. Nach der Fahndung wurden eine 28-Jährige und ein 38-Jähriger festgenommen.

Mehr PolitikDrohnenangriff in Leipzig Dobrindt und Wadephul sollen Merz gebremst haben Drohnenattacke am Leipziger Flughafen Ermittler identifizieren offenbar zwei Tatverdächtige Maßnahmen gegen Russlands Schattenflotte Was Deutschland sich von anderen Ländern abschauen könnte

Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk (BR) unter Berufung auf Behördenangaben berichtet. Demnach soll sich die betroffene Baustelle unmittelbar vor der Firmenzentrale des Technologiekonzerns Rohde & Schwarz befinden. Unabhängig überprüfen ließ sich diese Angabe bislang nicht. Demnach bestätigte eine Firmensprecherin dem BR auf Anfrage, dass es einen Polizei- und Feuerwehreinsatz gegeben habe. Die Sprecherin betonte laut BR: „Unser Betriebsgelände selbst ist nicht betroffen.“

Der Bayerische Rundfunk berichtet außerdem unter Berufung auf Polizeiangaben, dass es sich bei den beiden Festgenommenen um bulgarische Staatsangehörige handelt. (dpa, Tsp)