Die EU plant ein weiteres, umfassendes Sanktionspaket gegen Russland. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte für den Herbst die „weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges“ an. Sollte das Paket beschlossen werden, könnte sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen nach ihren Angaben um rund ein Drittel erhöhen.
Kallas begründet die Ausweitung mit der anhaltenden russischen Aggression gegen die Ukraine und fordert eine weitere Verschärfung des wirtschaftlichen Drucks, bis Russland den Krieg beendet. Zugleich setzt sie auf eine engere Abstimmung zwischen EU und USA bei den Sanktionen. Das 22. Sanktionspaket würde die bisherige Sanktionspolitik der EU seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 weiter ausbauen.
Der BGA empfiehlt die jeweiligen Lieferketten weiter zu analysieren, um im Falle von Listungen von Geschäftspartnern rasch reagieren zu können.