Bundestags-Vizepräsident Bodo Ramelow will in den Süden: Der Linken-Politiker nimmt sich einen Zweitwohnsitz in Meran. Grund ist seine Frau, und auch die Arbeit mit einem 2000 Quadratmeter Waldgrundstück in Thüringen.
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Südtiroler Berge statt Saaletalsperre: Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (70) verkauft sein Ferienhaus am Bleilochstausee in Ostthüringen, um mehr Zeit in einer Mietwohnung in Meran verbringen zu können.
„Ich verlege einen Teil meines Lebens mit meiner besseren Hälfte nach Italien“, sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Zuerst hatten die Zeitungen von Funke Thüringen über den Verkauf von Ramelows Feriendomizil an einer der großen Saaletalsperren berichtet.
Ein Grund sei auch, dass seine Frau, eine gebürtige Italienerin, wieder mehr ihre Muttersprache sprechen wolle, berichtete Ramelow. In Meran seien sie in den vergangenen Jahren bereits oft im Urlaub gewesen. Es sei die Entscheidung gefallen, das aufwendig zu bewirtschaftende, etwa 2000 Quadratmeter große Waldgrundstück in Thüringen gegen eine Mietwohnung in der Stadt in Südtirol zu tauschen.
Ramelow bekräftigte, dass sich an seinem Hauptwohnsitz Erfurt nichts ändern werde. „Ich bin Erfurter, ich bleibe Erfurter.“ Das gelte auch nach dem Ende seines Bundestagsmandates. Für ihn sei die laufende Legislaturperiode im Bundestag die letzte. Er werde sich danach nicht erneut um ein politisches Mandat bewerben, bekräftigte der Linke-Politiker.
Ramelow war von 2014 bis 2024 Ministerpräsident von Thüringen. Seit 2025 ist er erneut Mitglied des Bundestages, dem er bereits von 2005 bis 2009 für vier Jahre angehörte. Er ist einer der Vizepräsidenten des Parlaments. Der gelernte Einzelhandelskaufmann und Gewerkschafter kam nach der Wiedervereinigung aus Hessen nach Thüringen und trat dort 1999 in die Linken-Vorgängerpartei PDS ein.
dpa/sebe