Bei einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in Ramersdorf ist am Mittwochabend ein 35-jähriger Münchner verletzt worden. Gegen 19.10 Uhr hörten zwei Anwohner im Alter von 37 und 60 Jahren Hilfeschreie aus dem Kellergeschoss und bemerkten Rauchgeruch, meldet die Polizei München. Die Männer verständigten die Rettungskräfte und gingen anschließend selbst in den Keller. Dort entdeckten sie ein versperrtes Abteil, aus dem Flammen und Hilferufe drangen.

Anwohner retten Mann aus brennendem Keller in Ramersdorf

Die beiden Männer konnten den von innen verbarrikadierten Zugang öffnen und begannen, den Brand mit einem Wasserschlauch zu bekämpfen. Kurz darauf traf die Berufsfeuerwehr München ein, löschte die Flammen vollständig und rettete den 35-Jährigen aus dem beschädigten Kellerabteil. Der Mann erlitt ein Inhalationstrauma und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen Bewohner konnten in ihren Wohnungen bleiben. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Ein Brandfahnder des Kommissariats 13 übernahm die Ermittlungen. Dabei ergaben sich Hinweise darauf, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein könnte. Gegen den 35-Jährigen wurde deshalb Anzeige wegen des Verdachts der Brandstiftung erstattet. Da er sich weiterhin im Krankenhaus befindet, soll am Donnerstag geprüft werden, ob ein Haft- oder Unterbringungsbefehl gegen ihn erlassen wird.