Ein sonniger Tag beginnt auf dem Wanderparkplatz in Schöller. Das Dorf im Westen Wuppertals wirkt noch immer wie ein eigenständiges Örtchen innerhalb der Stadt: eingemeindet, aber nicht vereinheitlicht. Die paar Menschen, die uns auf den Straßen zu Beginn der Wanderung begegnen, grüßen freundlich. Kaum zu glauben, dass im beschaulichen Schöller vor einigen Jahrhunderten auf kreative Art und Weise Bösewichte gefoltert wurden. Wir wandern ein paar Schritte zu Burgmauer und Bergfried des ehemaligen Herrensitzes Schöller und lassen folgende Szene vor dem inneren Auge abspielen: Im späten 18. Jahrhundert soll der Weber und Langfinger Kob Hannes hier an ein Fenster gekettet worden sein – nackt und mit Honig beschmiert. Dann wurden die Bienen auf ihn losgelassen.