Die Journalistin und Feministin Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Ihr Tod wurde auf ihrem Instagram-Account bekannt gegeben. Den dortigen Angaben zufolge starb sie friedlich in ihrem Zuhause in New York, umgeben von ihren Angehörigen.

Steinem gehörte zu den führenden Persönlichkeiten der amerikanischen Frauenbewegung. Nachdem sie sich zunächst als Journalistin mit feministischen Themen befasst hat, wandte sie sich im Laufe ihrer Karriere immer mehr dem Aktivismus zu. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern von „Women’s Action Alliance“ zur Mobilisierung gegen Diskriminierung und engagierte sich in weiteren politischen Organisationen.

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1971 gründete sie das monatlich erscheinende Magazin „Ms.“, die erste progressive Frauenzeitschrift Amerikas, und war bis 1987 ihre Herausgeberin. In der Zeitschrift ging es um die rechtliche und berufliche Gleichstellung der Frau, um die sexuelle Revolution und beispielsweise auch um die Liberalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Mitte der 1970er-Jahre hatte das Magazin eine Auflage von 500 000 Exemplaren.

Steinem veröffentlichte außerdem zahlreiche Bücher, zuletzt ihre 2015 erschienene Autobiografie „My Life on the Road“. In den vergangenen Jahren schrieb sie an einem weiteren Buch über ihr Leben. „An Unexpected Life“ soll Ende des Monats in den USA erscheinen.