Über dem Roten Rathaus hängen dunkle Wolken, doch aus dem Berliner Doppeldecker dröhnt Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“. Eine große Musikbox steht bereit, Getränke und Süßigkeiten werden verteilt. Regen droht, fällt aber nicht. Dann setzt sich Volts „Unf*ck-Berlin“-Tour in Bewegung: Es geht zwei Stunden durch jene Stadt, bei der die Spitzenkandidaten Anna Auerbach und Paul Loeper erklären, wie sie Berlin „reparieren“ wollen.
Im Abgeordnetenhaus sitzt Volt bislang nicht und gehört damit noch zu den Herausforderern. Am kommenden Montag nimmt Spitzenkandidatin Anna Auerbach an einer „Wahlarena der kleineren Parteien“ teil – neben Vertretern von BSW, Tierschutzpartei, Die PARTEI und der Berliner FDP, die mittlerweile ebenfalls in diese Runde abgerutscht ist.
Dass Volt überhaupt dahin eingeladen wurde, wertet ein Sprecher der Partei im Gespräch mit der Berliner Zeitung bereits als Erfolg. Doch Volt will raus aus der Riege der Kleinen und am 20. September erstmals ins Berliner Landesparlament einziehen.