Noch sind die Tage lang genug, um den Abend mit einem Aperol auf einer Terrasse zu beschließen – aber auch, wenn das Wetter nicht immer mitmacht, gibt es in Düsseldorf einiges zu erleben. Die Woche hält Hochkultur und Dating-Events, Kulinarik und Stadtgeschichte, Sport und Party bereit. Also nichts wie rein ins Düsseldorfer Vergnügen. Hier sind unsere Tipps für Montag bis Donnerstag.
Lesung im Landtag Zu einem besonderen Literaturabend lädt die Landtagsfraktion der Grünen: Tanja Dückers liest aus ihrem Buch „Das Leben der Annemarie Böll“. Heinrich Böll kennt fast jeder – schließlich war er Literaturnobelpreisträger. Doch dass seine Frau eine erfolgreiche Lektorin und Übersetzerin war, wissen wohl nur wenige – zudem war sie Mutter von vier Kindern. Mit René Böll wird einer ihrer Söhne bei der Veranstaltung anwesend sein. Moderiert wird der Abend von Maria Birger, Referentin der Heinrich-Böll-Stiftung.
Stadtgeschichte Einen Zoopark gibt es, ein ganzes Zooviertel, aber keinen Zoo – und so mancher Düsseldorfer vermisst ihn schmerzlich. Wo ist er hin? Diese und weitere Fragen werden beantwortet vom Vortragsabend der Geschichtswerkstatt im Stadtfenster der Zentralbibliothek. 150. Geburtstag würde der Zoo in diesem Jahr feiern, falls es ihn noch gäbe. Referent Manfred Hebenstreit bringt viele Bilder mit und berichtet über die abwechslungsreiche Geschichte des Düsseldorfer Zoos.
Filmklassiker Schon Raymond Chandlers Romane rund um den Privatdetektiv Philip Marlowe sind ikonisch. Howard Hawks Filmfassung des Stoffs aus dem Jahr 1946 ist Film noir pur. In „The Big Sleep“ (“Tote schlafen fest“) versucht Marlowe, im Auftrag einer reichen Familie eine Erpressung aufzuklären – und gerät in ein Geflecht aus Gewalt und Korruption. Das Publikum darf sich auf pointierte Dialoge, dichte Atmosphäre und eine interessante Erzählstruktur freuen, wenn der Film im Black Box, dem Kino im Filmmuseum, gezeigt wird. Joachim Manzin vom Freundeskreis des Filmmuseums stimmt die Zuschauer ein, bevor der prominent besetzte Streifen gezeigt wird: Humphrey Bogart spielt Marlowe abgeklärt und lakonisch; Lauren Bacall elektrisiert an seiner Seite mit Eleganz und Unberechenbarkeit. Der Film ist freigegeben ab 16 Jahren.
Essen Einen Düsseldorfer Stadtteil kulinarisch entdecken? Das ist bei der Food Tour durch Flingern möglich. Auf einer Führung durch das Düsseldorfer Trendviertel können Essensliebhaber fünf internationale Delikatessen probieren. Es werden verschiedene Lokalitäten besucht, um die Kultur Flingerns besser kennenzulernen. Außerdem können während der dreistündigen Tour zu Fuß Anekdoten über den Stadtteil erfahren werden. Es sollte beachtet werden, dass man ausreichend Bargeld mitbringt, da die besuchten Restaurants keine Kartenzahlung akzeptieren.
Jazzkonzert In der Jazzschmiede zelebrieren zwei Musiker ihre Freundschaft: die niederländische Trompeterin Maite Hontelé und der kubanische Pianist Ramón Valle. Sie laden ein auf eine Reise ins Herz Havannas. Hontelé ist Trägerin des Cubadisco Award und für den Latin Grammy nominiert. Valle ist eine bekannte Größe in der afro-kubanischen Jazzszene; er arbeitete mit Roy Hargrove, Marcus Miller und Chucho Valdés zusammen. Unterstützt werden sie von Omar Rodriguez Calvo am Bass und Rodney Barreto am Schlagzeug.
Führung Ramen, Manga, Kunsthandwerk: Wenn man die japanische Kultur erleben möchte, ist man auf der Immermannstraße gut aufgehoben. Um Düsseldorfs Little Tokyo zu entdecken, eignet sich die Führung „Sushi, Sake & japanischer Lifestyle“. Interessierte können die Atmosphäre des Viertels erleben, japanische Küche probieren und die zahlreichen japanischen Läden besuchen. Außerdem gibt diese zweistündige Führung einen Einblick hinter den Kulissen des Stadtviertels und Gastronomie- und Shoppingtipps sind garantiert.
Donnerstag, 10. September
Skate-Treff Inliner, Skateboard oder Cruiser – entspanntes Rollen macht Spaß, baut Stress ab und entspannt. Und besonders viel Spaß macht es, wenn man nicht allein unterwegs ist. Beim Sunset Skate Club sind alle, die gerne rollen, herzlich willkommen. Laut Veranstaltern erwartet die Teilnehmenden eine entspannte Strecke im moderaten Tempo. Ziel ist es, nach dem Feierabend abzuschalten und neue Leute zu treffen. Um den Weg muss man sich dabei keine Gedanken machen, die Organisatoren haben eine geeignete Strecke ausgearbeitet. Wer mag, genießt nachher noch mit den anderen ein Erfrischungsgetränk – dabei zahlt jeder selbst. Das Event an sich basiert auf freiwilligen Spenden. Wichtig: Jeder ist auf eigene Verantwortung dabei, Kontrolle über das eigene Fahrgerät wird vorausgesetzt. Das Tragen von Helm und Schonern wird dringend empfohlen, ebenso das Mitbringen von wetterpassender Kleidung und etwas Wasser für den Weg sowie eventuell einem Licht für den Heimweg. Das eigene Gepäck muss jeder selbst transportieren.
Oktoberfest Wiesn-Stimmung in Düsseldorf: Der Schützenplatz in Eller beherbergt für zwei Wochen ein Festzelt und die Oktoberfestband „Waidler Power“ sorgt für Stimmung. Zusätzlich werden mehrere Party-Stars wie Mickie Krause und Marc Eggers erwartet, wodurch das Festzelt abends in eine Partyarena verwandelt wird. Das gastronomische Angebot mit bayerischen Spezialitäten und frisch gezapftem Festbier sorgt für eine kleine Stärkung. Für Gruppen oder Unternehmen kann außerdem ein VIP- oder Tischpaket mit reservierten Plätzen gebucht werden.
Dating-Event Singles auf der Suche nach Bekanntschaften und Nicht-Singles, die ihre guten Single-Freunde unterstützen wollen, sind in der Schleuse Zwei im Bilker Bunker goldrichtig. Bei „Love at First Slide“ werden Töpfe ohne passenden Deckel in Form von Power-Point-Präsentationen vorgestellt – liebevoll und mit Humor, durch die besten Freunde und Freundinnen. Die natürlich bemüht sind, ihre Solo-Bekannten im allerbesten Licht darzustellen – und mit dem passenden Bildmaterial. Kurz, knackig, lustig und bestimmt sehr ehrlich: Unterhaltung ist garantiert. Wer nicht direkt ein Match sieht, kann anschließend in der Bar neue Bekanntschaften schließen. Laut Veranstalter sind die meisten Teilnehmenden zwischen 18 und 35 Jahre alt, grundsätzlich ist aber jeder willkommen.