Jan-Lennard Struff im Anwurf

Stand: 03.09.2026 • 21:33 Uhr

Jan-Lennard Struff hat bei den US Open trotz einer großen kämpferischen Leistung den Einzug ins Achtelfinale verpasst. In fünf Sätzen scheiterte er am Donnnerstag (03.09.2026) Argentinier Francisco Cerúndolo: 7:5, 5:7, 6:4, 2:6 und 3:6.


Christian Hornung

Insgesamt leistete sich Struff 16 Doppelfehler – zu viele im Duell mit dem an Nummer 24 gesetzten Cerundolo. Damit konnte Struff nicht sein bestes Karriere-Resultat beim Grand-Slam-Turnier in New York wiederholen, damals hatte er das Achtelfinale erreicht.

Den ersten Satz auf Court Nummer fünf begannen beide Spieler auf Augenhöhe, ehe Struff beim 3:2-Führung eine Breakchance bekam. Mutig attackierte der Deutsche den Aufschlag des Argentiniers und profitierte dann von einer ins Aus geschlagenen Rückhand cross von Cerúndolo. Das Break konnte Struff aber nicht transportieren und kassierte direkt das Rebreak zum 4:4. In der Endphase des Satzes spielte Struff dann aber wieder sehr solide, servierte stark und machte Druck von der Grundlinie. Bei 5:5 und Aufschlag Struff wurde es eng. Cerúndolo hatte Breakball, doch der Warsteiner schlug nervenstark ein Ass, holte sich das Spiel und durchbrach anschließend den Aufschlag seines Gegners: 7:5.

Cerúndolo schafft den Ausgleich

Der zweite Durchgang verlief ähnlich ausgeglichen. Bis zum 5:5 brachten beide Akteure ihren Aufschlag durch, wobei Cerúndolo etwas stabiler wirkte. Vor allem beim zweiten Aufschlag und im Returnspiel erhöhte der Mann aus Buenos Aires die Schlagzahl und wurde belohnt: Diesmal gelang ihm das entscheidende Break, das Struff nicht mehr kontern konnte.

Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als würde das Momentum auf die Seite des acht Jahre jüngeren Südamerikaners kippen. Doch der deutsche Wimbledon-Viertelfinalist ist bekannt dafür, auch mit 36 zu den kampfstärksten Spielern auf der Tour zu gehören. Obwohl sein erster Aufschlag nicht gerade zuverlässig kam, schaffte er bei 2:1 das Break und zog anschließend bis auf 5:2 davon.

Vier Doppelfehler zum Rebreak – aber Struff holt den Satz

Doch dann wurde es dramatisch. Als der Deutsche zum Satzgewinn servierte, verließ ihn sein Aufschlag: Gleich vier Doppelfehler in nur einem Spiel bedeutete das Rebreak für Cerúndolo zum 4:5. Doch auch der zeigte Nerven und verlor wiederum sein Service – 6:4, damit 2:1-Satzführung für den 36-Jährigen.

Anschließend verlor Struff aber etwas die Spannung. Schnell kassierte er zwei Breaksund lag 0:4 hinten. Bei 2:5 bekam er zwar nochmal drei Breakbälle in Serie, verballerte aber alle und unterlag schließlich mit 2:6. Dem Deutschen war nun der Kräfteverschleiß anzumerken, doch auch im fünften Durchgang hielt er noch hervorragend dagegen. Bei 3:3 patzte er dann aber wieder beim Aufschlag, kassierte mit dem 16. Breakball den entscheidenden K.o.-Schlag. Ein paar Minuten später war die Partie zu Ende – nach Daniel Altmaier am Vortag war damit auch für die deutsche Nummer drei ausgeschieden.