Dieser Sieg war in der Handball-Bundesliga zu erwarten. Der THW Kiel siegte bei der SG BBM Bietigheim 36:28. Aber lange Zeit hielt der Aufsteiger ordentlich dagegen und spielte gegen den Favoriten frech auf.

Bietigheim startete stark gegen den THW Kiel

Wirklich starke 22 Minuten der SG, die keinerlei Bammel vor dem Elite-Kader des Rekordmeisters hat und zu diesem Zeitpunkt 14:11 führt. THW-Torwart Gonzalo Pérez de Vargas, der nur einen Ball halten konnte, musste da bereits für Andreas Wolff weichen. Und die Paraden des deutschen Nationaltorwarts und einige Fehler beim Gastgeber zuvor brachten noch vor der Pause die Wende.

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Der 5. Treffer des neuen THW-Spielmachers Domen Makuc, der vom FC Barcelona kam, bringt den Ausgleich zum 16:16 (27.). Der Slowene hatte diesmal die Hauptverantwortung, weil Elias Ellefsen á Skipagøtu mit gesundheitlichen Problemen ausfiel. Julian Köster erzielte mit dem 16:17 kurz darauf die erste Führung für den Favoriten, die bis zur Pause noch auf 16:19 ausgebaut wurde. Schade für die SG, bei der Lukas Wucherpfennig (Ex-Dresden, zuletzt Los Angeles Handball Club) sein Debüt gab.

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Kiels Harald Reinkind zur Pause bei Dyn: „Der Gegner wollte uns aus dem Rhythmus bringen, das hat ja auch einigermaßen geklappt. Aber wir sind bei uns geblieben.“ Dennoch folgte eine zweite Frech-Attacke der Bietigheimer. Kurz nach der Pause krachte Wucherpfennig den erneuten Ausgleich zum 20:20 ins Netz. Angetrieben von den Paraden ihres Torwarts Martin Tomovski ist der Gastgeber plötzlich sogar wieder 23:21 vorn. Und wer hat getroffen? Wieder dieser unglaubliche Wucherpfennig mit seinem 7. Tor. Die SG schnuppert mal kurz an der Sensation.

Doch das lässt der THW nicht zu. Tor um Tor wird der Vorsprung egalisiert und dann bis hin zum 26:31 ausgebaut. Kiels Lukas Laube trifft dann zum Endstand von 28:36, der nach dem Spielverlauf einige Tore zu hoch ausfällt. THW-Kreisläufer Hendrik Pekeler: „Wir haben uns unheimlich schwergetan und wussten, dass Bietigheim mit viel Selbstvertrauen antreten wird. Diesen Kampf haben wir erst Mitte der zweiten Halbzeit angenommen.“ Bietigheims Wucherpfennig: „Ich bin beeindruckt vom Auftreten unserer Mannschaft.“

Eisenach bezieht gegen Balingen Prügel

Der ThSV Eisenach lag gegen Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten zur Pause nach acht technischen Fehlern 15:18 hinten. In Hälfte zwei wurde der Rückstand in viereinhalb Minuten wettgemacht. Dann jedoch kassierte Felix Aellen eine Zwei-Minuten-Strafe, weil er Balingens Torwart Daniel Rebmann mitten im Gesicht traf. Nach diesem Kopftreffer war die Aufholjagd wieder beendet. Balingen holte sich mühelos den bereits zweiten Saisonsieg (36:27) im zweiten Spiel. Für den ThSV ist es die zweite Pleite.