Der Schriftzug "Nordzucker" und das Nordzucker-Logo sind an einer Wand des Unternehmenssitzes der Nordzucker AG angebracht.

Stand: 03.09.2026 15:48 Uhr

Zuckerproduzent Nordzucker aus Braunschweig startet in dieser Woche mit der Verarbeitung der Zuckerrüben. Die Aussichten sind allerdings getrübt.

Die Rübenbestände haben sich in den meisten Anbauregionen aufgrund der Witterung bisher nicht optimal entwickelt, wie Nordzucker mitteilte. „Allerdings bleiben für das weitere Wachstum der Rüben sowie die Entwicklung des Zuckergehalts bis zur Ernte die Witterungsbedingungen in den kommenden Wochen entscheidend“, sagte Vorstandschef Lars Gorissen. Am Donnerstag sind die ersten Rübentransporter auf dem Hof des Nordzucker-Werks in Schladen (Landkreis Wolfenbüttel) abgeladen worden. Wie in den vergangenen Jahren werden hier zunächst Bio-Rüben verarbeitet.

Werke sind gut vorbereitet

In den Werken Clauen (Landkreis Peine), Nordstemmen (Landkreis Hildesheim) und Uelzen startet den Angaben nach am 14. und 15. September die Zuckerproduktion. Die Kampagne dauere voraussichtlich bis Januar 2027. Der Konzern habe zur diesjährigen Kampagne zahlreiche Anlagen modernisiert, heißt es. Das Werk in Schladen nimmt eine neue Verarbeitungsanlage in Betrieb. Die benötige weniger Energie und mache die Produktion effizienter, so das Unternehmen.

Ein Rübenreinigungslader, auch "Rübenmaus" genannt

Ab September startet die „Rübenkampagne“. Alle an der Zuckerrübenernte und -verarbeitung Beteiligten stehen dann unter Strom.

Pflanzenkrankheiten im Blick

Neben den Wetterbedingungen bereitet den Rübenanbauern auch die Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade Sorgen: Diese verbreitet laut Nordzucker Rübenkrankheiten, die den Zuckergehalt und die Verarbeitung der Rüben beeinträchtigen und die Zuckerausbeute verringern können. Das Unternehmen beobachtet die Entwicklung nach eigenen Angaben kontinuierlich und nutzt umfangreiche Monitoring-Systeme, um die Situation in den Anbauregionen zu bewerten.

Niedrige Zuckerpreise drücken die Gewinnerwartungen

Der Start der Kampagne 2026/27 erfolgt laut Nordzucker in einer weiter „anspruchsvollen Marktphase“. Die Zuckerbestände in der Europäischen Union und auf dem Weltmarkt seien hoch, die Zuckerpreise gleichzeitig niedrig, so das Unternehmen. Hinzu komme die aktuell in Deutschland geplante Steuer auf zuckerhaltige Softgetränke, die viele Unsicherheiten und erhebliche wirtschaftliche Folgen für die Branche, die Landwirtschaft und zahlreiche Arbeitsplätze in ländlichen Regionen mit sich bringen könnte, heißt es. Im vergangenen Jahr hatte Nordzucker trotz guter Ernte rote Zahlen geschrieben.

Zuckerrübenernte bei Nordzucker trotz fallender Weltmarktpreise.

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Softdrinks in einem Supermarkt

Die SPD würde bei einer Abgabe mitgehen. Die AfD nicht. Die CDU setzt auf Bildung und Verbraucherkompetenz.

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