Die Woche begann für den MSV-Coach Dietmar Hirsch mit angenehmen Nachrichten. In der zweiten Runde des Niederrheinpokals bekamen die Zebras nämlich den Bezirksligisten Rheydter SV zugelost. „Ich freue mich darüber sehr“, sagt der Trainer. „Ich habe großen familiären Bezug. Ich komme ja selbst aus Viersen, meine Frau direkt aus Mönchengladbach. Da werden auch Freunde zum Spiel kommen.“ Die Partie ist für den 23. September angesetzt, das kann sich aus organisatorischen Gründen aber noch verändern.
Ohnehin steht bis dahin noch einiges an. Zum Beispiel das Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg am kommenden Samstag. Im Vergleich zu den perfekt gestarteten Zebras gibt es bei den Bayern noch Luft nach oben. Drei Punkte nach drei Spielen stehen auf der Haben-Seite. Am vergangenen Wochenende unterlag das Team von Trainer Sascha Hildmann mit 1:5. „Es ist ein bisschen schwierig. Wenn eine Mannschaft hoch verloren hat, weiß man nie, was auf einen zukommt“, sagt Hirsch. „Ich glaube nicht, dass sie nach drei Spielen alles was sie bisher eintrainiert haben, über den Haufen werfen. Es ist eine Mannschaft, die das Spielerische bevorzugt und darauf bereiten wir uns vor.“
Krüger verletzt sich im Training
Für die Zebras gilt es, die eigene Serie von drei Siegen weiter auszubauen. „Wir sind sehr selbstbewusst“, weiß Hirsch. „Im Moment treten wir sehr sicher auf, das darf aber nie zu Überheblichkeit, Arroganz oder Nachlässigkeit führen. Wir müssen unsere Qualität auf den Platz bringen.“ Verzichten muss Hirsch dabei allerdings auf Florian Krüger. Der Angreifer hatte sich am Mittwoch im Training verletzt. „Zum Glück ist nichts gebrochen“, berichtet Hirsch. „Es ist etwas an den Bändern oder eine muskuläre Verletzung. Er kann den Arm nicht beugen. Wir gucken nun von Woche zu Woche. Realistisch ist er in zwei Wochen wieder dabei.“ Dennis Borkowski trainiert weiterhin individuell, Frederik Christensen hat hingegen weite Teile des Mannschaftstrainings absolviert. Ein Kaderkandidat ist er aber noch nicht.
Der nun freigewordene Platz wird daher an Schalke-Leihgabe Peter Remmert gehen, der laut Hirsch in den vergangenen Wochen auch gut trainiert habe: „Er hat sich bemerkenswert verbessert und war im individuellen Training fleißig. Wenn wir ihn reinbringen, wird er seine Leistung bringen. Er ist jetzt präsenter und mutiger. Jeder, der da ist, kann von Anfang an spielen und das ist bei Peter genauso.“
Bulic neuer Kapitän, Zahmel findet keinen neuen Klub
Nicht mehr da sind bekanntlich zwei Spieler: Andy Visser ist zu Top Oss in die zweite niederländische Liga gewechselt, Alexander Hahn hat den Klub zum 1. FC Bocholt verlassen. Sein Nachfolger als neuer Kapitän ist nun Rasim Bulic. Stellvertreter sind Can Coskun und der aus dem Mannschaftsrat aufgerückte Joshua Bitter. Dessen freien Platz im Teamgremium hat nun Tobias Fleckstein übernommen. Jannik Zahmel hat derweil keinen neuen Verein gefunden und wird bis mindestens Januar bei den Zebras bleiben. Ob ein Spieler noch hinzukommt, ist unklar: „Wir haben aktuell einen guten Kader. Nicht der üppigste, aber trotzdem ausreichend qualitativ“, sagt Hirsch. „Wir gehen mit dem Kader, den wir haben, in die nächsten Spiele und beobachten trotzdem den Markt. Wir werden keinen holen, um quantitativ aufzufüllen. Es muss Sinn ergeben, aber wir haben auch keinen Druck.“