THW Kiel gegen Bietigheim

AUDIO: THW Kiel gewinnt in Bietigheim (1 Min)

Handball-Bundesliga

Stand: 03.09.2026 21:32 Uhr

Das war ein hartes Stück Arbeit für den THW Kiel. Nach einer kleinen Achterbahnfahrt gewann der Rekordmeister am Donnerstag sein zweites Saisonspiel in der Handball-Bundesliga bei der SG BBM Bietigheim mit 36:28 (19:16).

von Matthias Heidrich

Gegen den ambitionierten Aufsteiger musste der neu formierte THW alles auf die Platte bringen. Das am Ende klare Ergebnis täuschte über den harten Weg hinweg, den die „Zebras“ gehen mussten. Lukas Zerbe war mit sieben Toren der erfolgreichste Kieler.

„Großes Kompliment an Bietigheim, die es uns sehr schwer gemacht haben. Aber wir haben immer die Nerven bewahrt und sind ruhig geblieben. Wir wussten, was für eine Qualität und Breite wir im Kader haben. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte Kiels Rechtsaußen Lukas Zerbe dem NDR.

Nächster Stopp: Göppingen

Da es für die Schleswig-Holsteiner bereits am Sonntag bei Frisch Auf Göppingen (15 Uhr, im NDR Livecenter) weitergeht, bleibt das Team von Trainer Börge Lund in Baden-Württemberg und schlägt seine Zelte bis zum dritten Saisonspiel in Ludwigsburg auf.

„Es ist gut, dass wir die beiden langen Auswärtsreisen miteinander kombinieren können, sie gleich zu Beginn im Paket haben“, sagte THW-Kreisläufer Lukas Laube, „und das nicht nur aus logistischen Gründen, sondern weil wir als Mannschaft wieder gemeinsam Zeit miteinander verbringen. Das ist bei den vielen Neuerungen ebenfalls ein wichtiger Aspekt.“

THW fängt sich nach Stotterstart

Die Kieler kamen ohne ihren erkrankten Spielmacher Elias Ellefsen á Skipagøtu nur schwerfällig in die erste Auswärtspartie der Saison. Bietigheim bot von Beginn an eine engagierte Vorstellung gegen fahrige Gäste und führte nach einer guten Viertelstunde verdient mit 10:6.

THW-Coach Lund reagierte, brachte Andreas Wolff für den unglücklich agierenden Gonzalo Perez de Vargas ins Tor und nahm wenig später noch eine Auszeit, um sein Team neu einzustellen. Das zeigte Wirkung. Wolff nahm den Gastgebern ein paar Würfe weg und im Angriff gingen die Schleswig-Holsteiner jetzt zielstrebiger zu Werke. Aus einem 7:11-Rückstand (20.) machten die „Zebras“ so zur Pause eine 19:16-Führung.

THW-Profi Julian Köster jubelt.

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Bietigheim kommt nach der Pause zurück

Freie Fahrt für den THW-Express? Mitnichten. Bietigheim war wenig beeindruckt, kam mit frischem Mut aus der Kabine und führte nach 40 Minuten wieder (23:21). Kiel spielte wahrlich nicht aus einem Guss, aber kämpferisch war dem Lund-Team nichts vorzuwerfen.

In der Deckung waren die „Zebras“ jetzt ganz eng dran und das zahlte sich aus. Nach 52 Minuten führte der Rekordmeister mit 32:27 und Wolff schnappte sich einen Siebenmeter der Gastgeber. Damit war der Bann gebrochen. Für ein neuerliches Comeback fehlte Bietigheim die Kraft und die Kieler spielten den zweiten Sieg im zweiten Spiel nun souverän nach Hause.

Tore Bietigheim: Wucherpfennig (7), Orlov (4/2 Siebenmeter), Claus (4), Fischer (3), Wiederstein (3), Josef (2), Larson (2), Vlahovic (1), Nicolaus (1), Pfeifer (1)
THW Kiel: Zerbe (7/2 Siebenmeter), Makuc (6), Madsen (4), Köster (4), Laube (3), Nacinovic (3), Dahmke (3) Johansson (2), Reinkind (2), Szilagyi (1), Duvnjak (1)
Zuschauer: 3.597

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